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Jüchen
Gymnasiasten und Lehrer wollen 5000 Kilometer radeln

Jüchen. Wer auf den großen Schulhof des Gymnasiums Jüchen kam, wunderte sich über das Flatterband und viele Fahrradklingeln, die durcheinander schellten. Der Grund dafür war ein Fahrradparcours, den in den ersten Unterrichtsstunden alle Fünftklässler am Freitag absolvierten. Zum Stadtradeln der Gemeinde Jüchen organisierte Lehrer Bernd Rommerskirchen den Vormittag und brachte den Schülern spielerisch den richtigen Umgang mit dem Rad bei. "Es gibt verschiedene Aufgaben im Parcours, die Situationen im Straßenverkehr simulieren. Dann geht es zum Beispiel darum, einhändig zu lenken, damit man mit Handzeichen abbiegen kann.", erklärte er und gab einem Jungen dabei das Startsignal für den Parcours. Bei der Auswertung wurde Rommerskirchen von Schülern der Stufe EF und von Eltern der fünften Klasse unterstützt.

Mithilfe von Handzeichen wurde unter den Schiedsrichtern quer über den Schulhof kommuniziert, damit die Wertungen für jeden Schüler differenziert aufgeschrieben werden konnten. "Am Ende bekommen die Kinder zur Belohnung einen Aufkleber auf das Fahrrad, der ihnen bescheinigt, diesen Parcours des ADAC-Nordrhein geschafft zu haben," sagte der Lehrer. Die Aktion soll die Kinder auch motivieren, öfter mit dem Rad zu fahren.

Rommerskirchen erinnerte sich: "Ich bin früher überall mit dem Rad hingefahren. Heute werden die Schüler von ihren Eltern mit dem Auto bis vor die Schule gefahren und dort auch oft wieder abgeholt." Damit sprach er den Missstand an, auf den auch das Stadtradeln aufmerksam machen sollte. Neben dem Schutz der Umwelt fördere das Radfahren die sportliche Fitness und vor allem bei Kindern die Selbstständigkeit.

Außerdem lernen sie den Straßenverkehr aktiv kennen und tun dies nicht erst in der Fahrschule. Die Fünftklässler hatten großen Spaß an den Aufgaben. Es kam dabei nicht auf die Schnelligkeit an, sondern auf die Sicherheit des Fahrradfahrers, die dann auch im Straßenverkehr gewährleistet sein soll. Deshalb wurde auch darauf geachtet, dass sich die Mädchen und Jungen zuerst umsahen, bevor sie losfuhren und nicht sofort unachtsam auf die Straße rollten. Mit dem Weg, den die Schüler am Freitag mit dem Fahrrad zurücklegten, konnten sie gleichzeitig auch am Stadtradeln teilnehmen und Kilometer für das Schulteam sammeln. Auch Lehrer halfen, die 5000-Kilometer-Marke zu schaffen und kamen in denn vergangenen Tagen immer öfter mal mit dem Fahrrad zum Gymnasium.

(zin)
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