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Jüchen
Gymnasium braucht mehr Platz für G9

Jüchen: Gymnasium braucht mehr Platz für G9
Noch reicht der Platz im Gymnasium Jüchen. Durch die Wiedereinführung von G 9 werden aber ab 2026 wieder mehr Räume im Gebäude an der Stadionstraße benötigt. FOTO: Gundhild Tillmanns
Jüchen. Die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren und die noch strittige Frage einer Oberstufenkooperation mit der Gesamtschule stehen für das Gymnasium Jüchen 2018 im Fokus. Durch G9 steigt auch der Raumbedarf im Gymnasium. Von Gundhild Tillmanns

Dem Gymnasium Jüchen steht mit der beschlossenen Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) und der noch heiß diskutierten Kooperation mit der Oberstufe der Gesamtschule ein spannendes Jahr bevor. Monika Thouet, die Leiterin des Gymnasiums, sagt zu der Kooperationsfrage: "Wir haben mit allen Beteiligten an einem Vorschlag für die Kooperation mit der Gesamtschule Jüchen gearbeitet, der nach einstimmiger Verabschiedung durch die Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz im Juni 2017 nun hoffentlich in eine für beide Schulformen gewinnbringende Kooperation münden wird." Das Gymnasium habe der Gesamtschule die Zusage gegeben, dass erfahrene Kollegen des Gymnasiums Jüchen die Kollegen der Gesamtschule in Fragen des Lehrplans und beim Aufbau der Oberstufe beraten werden, berichtet Thouet.

Die Leiterin des Gymnasiums fordert aber auch die Unterstützung der Gemeinde Jüchen für die Oberstufenkooperation. Thouet verdeutlicht: Anfang 2018 erwarte das Gymnasium von der Gemeindeverwaltung Ergebnisse zu Schulanfangszeiten der beiden Schulformen, Stundentaktung sowie Aussagen zur Anpassung des Öffentlichen Personennahverkehrs. "Sollten diese Basics nicht sichergestellt sein, könnte die Kooperation zu unserem großen Bedauern nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden", sagt sie deutlich.

Monika Thouet, Leiterin des Gymnasiums Jüchen. FOTO: Lber

Optimistisch blickt Thouet aus auf die Wiedereinführung von G 9 an "ihrer" Schule: "Zu meiner großen Zufriedenheit hat das Land NRW nunmehr eine klare Leitentscheidung für G9 am Gymnasium getroffen", sagt die Schulleiterin und freut sich über die einhellige Entscheidung der Schulkonferenz. Sie gehe davon aus, dass sich auch in Zukunft viele gut ausgebildete Gymnasiallehrer für eine Stelle am Jüchener Gymnasium interessieren werden. Und seitdem sie der NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer persönlich begegnet sei, fühle sie sich bestärkt in der Intention der Schulfamilie, die spezifischen Wünsche in Jüchen umzusetzen und zu G9 zurückzukehren, betont Thouet. Sie sagt: "Zwei Prinzipien der Ministerin gefallen mir dabei besonders gut: mehr Freiheit der einzelnen Schule bei der Umsetzung von G9 sowie die Maxime der Ministerin 'Qualität statt Tempo'." Die Ministerin habe den Gymnasialschulleitern ihre Unterstützung bei der Entwicklung der neuen Lehrpläne zugesagt. Am Gymnasium Jüchen werde durch den zusätzlichen Jahrgang in der G9 aber der Raumbedarf steigen, verdeutlicht die Leiterin. Das werde sich aber erst zum Schuljahresbeginn 2026/27 auswirken. Sie sagt: "Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass Politik und Verwaltung diesen Bedarf frühzeitig in den Blick nehmen und uns bei der Umsetzung intensiv unterstützen werden." Unabhängig davon steigen laut Thouet die Anmeldezahlen für den Ganztagsbetrieb, was bereits im kommenden Schuljahr zu erhöhtem Raumbedarf führen werde.

Und was wünscht sich die Leiterin des Gymnasiums Jüchen für das Jahr 2018?, fragte die NGZ-Redaktion. Für die Anfang Februar 2018 anstehenden Anmeldungen wünscht sich Thouet, dass die Sextaner von dem neu eingerichteten "Vokalkurs" als Alternative zu den begehrten Bläserkursen intensiv Gebrauch machen werden. Und sie betont: "Ich, wünsche ich mir sehr, dass Rat und Verwaltung auch 2018 entsprechend der Empfehlung des Schulentwicklungsplanes wieder eine Vierzügigkeit des Gymnasiums Jüchen genehmigen, so dass wir möglichst viele Grundschüler aufnehmen können."

Quelle: NGZ
 
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