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Jüchen
Hochneukircher sind stolz auf Vereinsbaum

Jüchen: Hochneukircher sind stolz auf Vereinsbaum
Der Vereinsbaum des Heimatvereins Hochneukirch ist am Wochenende eingesegnet worden. FOTO: Georg Salzburg
Jüchen. Mit einem Festakt ist der Heimatverein Hochneukirch in sein 125-Jahr-Jubiläum gestartet. Dabei wurde der Vereinsbaum eingesegnet. Von Karin Verhoeven

Zwölf Meter hoch und drei Tonnen schwer ist der Vereinsbaum des Heimatvereins Hochneukirch, der die Wappen von 28 ortsansässigen Vereinen und Gruppen trägt. Am Samstagnachmittag wurde dieses Symbol für das Leben im Ort durch Regimentskaplan Thorsten Obst eingesegnet. Mit dabei waren 350 Gäste - darunter viele Regimentsmitglieder in Uniform und vier aus alter Freundschaft unentgeltlich angetretene Musikzüge: das Bundesschützen Tambourkorps Hochneukirch, der Musikverein, die Jägerkapelle Hochneukirch und das Trommler- und Pfeifenkorps Venrath.

Der Regimentskaplan sprach dabei an, dass in der heutigen Zeit Werte und Orientierung leicht verloren gingen. Obst betonte: "Unser Schützenbaum bedeutet Orientierung, eine Richtlinie, die man nicht übersehen kann - ein Zeichen gegen den Trend des Relativismus unserer Zeit." Auch Pastorin Anneliese Haubrich-Schmitz fand positive Worte und meinte: "Der Baum ist ein Zeichen dafür, dass wir in Hochneukirch alle unter einem Dach leben - integrieren statt separieren!"

Bürgermeister Harald Zillikens sah schon weiter und sagte: "Der Baum als Symbol des Zusammenhaltes von Vereinen und Ort steht an einer Stelle, wo er bei der Umgestaltung des Platzes gut mit einbezogen sein wird." Zillikens lobte: "RWE hat als zuverlässiger Partner Wort gehalten." Denn ohne die zugesagte praktische und finanzielle Hilfe des Konzerns wäre der Vereinsbaum ein Traum geblieben.

Lutz Kunde, Betriebsleiter des Tagebaus Garzweiler, versicherte: "Wir wissen, was es bedeutet, in der Nachbarschaft des Tagebaues zu leben." Er wies darauf hin, dass 10 000 Arbeitsplätze in der Region am Tagebau hängen und RWE bisher jedes Jahr acht Millionen Euro investiert. Auch war zu erfahren, dass die "geistigen Väter" des Vereinsbaumes vor allem Heimatverein-Vizepräsident Gerd Bandemer, Geschäftsführer Detlef Holz und allen voran Kassierer Willi Wackerzapp waren. Benedikt Obst, der junge Präsident des 125 Jahre alten Heimatvereins, führte in seiner Rede aus, wie Hochneukirch ohne Vereine dastehen würde: "Man würde dort wohnen, aber nicht leben."

Im Anschluss an die Einsegnung des Vereinsbaumes war es beim sehr gut besuchten Ehrenabend im Festzelt auf dem Adenauerplatz "gemütlich eng", wie Präsident Benedikt Obst meinte. Im Zelt gab es Auszeichnungen verdienter Mitglieder des Heimatvereins, darunter zwei ganz überraschende Ehrungen, von denen zuvor nichts bekannt war: Generalfeldmarschall Rolf Schiffer erhielt den Marschallstab seines verstorbenen Vorgängers und Freundes Peter Rombey und ist somit das ranghöchste Mitglied des Regiments. Willi Wackerzapp, der sich seit den 1990er Jahren für die Finanzen des Heimatvereins engagiert und als hauptsächlicher Initiator für den Vereinsbaum gilt, wurde mit dem Ehrenteller des Heimatvereins geehrt.

Zufrieden stießen die Mitglieder des Heimatvereins auf den neuen Vereinsbaum an.

Quelle: NGZ
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