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Schloss Dyck in Jüchen
Letzte Illumina – neues Lichtevent folgt

Jüchen: Impressionen von der Illumina 2016
Jüchen: Impressionen von der Illumina 2016 FOTO: Berns, Lothar
Jüchen. Regisseur Wolfram Lenssen inszeniert die Illuminas zum letzten Mal im Park von Schloss Dyck. Unter einem neuen Namen, mit neuen Künstlern und Konzepten soll ab dem nächsten Jahr aber eine Nachfolgereihe gestartet werden. Von Gundhild Tillmanns

"Letzmalig!" – dieses schicksalhafte Wort steht im Veranstaltungskalender des Illumina-Regisseurs Wolfram Lenssen. Vom 2. bis 11. September wird also zum 13. und damit auch zum letzten Mal der Park von Schloss Dyck von dem Düsseldorfer Künstler farbenprächtig erleuchtet und in Szene gesetzt. Unter dem Namen "Illumina" und in der bekannten Form wird dies auch tatsächlich die letzte Illumina im Park von Schloss Dyck sein: Das bestätigte Stiftungsvorstand Jens Spanjer auf Nachfrage unserer Redaktion.

Aber: Schon im nächsten Jahr soll es ein neues Lichtevent mit anderen Künstlern, neuem Konzept und neuem Namen geben, avisiert Spanjer. Dass sich Wolfram Lenssen nach 13 Jahren anderen künstlerischen Bereichen widmen möchte, sei eine einvernehmliche Vereinbarung, betonten der Stiftungsvorsitzende und der Regisseur, der künftig wieder "mehr mit Menschen auf der Bühne" arbeiten möchte. Lenssen sagte aber auch, er habe zunehmend internationale Lichtevents zu gestalten. Außerdem gestalte er mittlerweile auch unvergängliche Lichtkunstwerke als feste Installationen, berichtet er.

Fotos: Nächtlicher Baumzauber bei der Illumina in Jüchen FOTO: Berns, Lothar

Die 13. und letzte Illumina wird zu einem Abschied im Wortsinne mit "Herzschlag": Die Station drei von insgesamt 20 szenischen Darstellungen mit Licht, teilweise mit Musik, Interaktion und Märchenlesung, greift eine Idee seiner allerersten Illumina aus dem Jahr 2002 wieder auf: eine mit rotem Licht von innen bestrahlte Eibe, wobei der Lichtrhythmus den Herzschlag symbolisiert. Das Thema der letzten Illumina ist die "Poesie des Lichts". Dazu hat Diana Schmitz ein Märchen geschrieben, in dem das Licht zunächst verlorengeht und – wie es sein muss – sich am Ende des 1,2 Kilometer langen Rundweges wiederfindet. "Hauptakteur der Illumina ist wieder der Schlosspark", betont Spanjer und avisiert zugleich für das Nachfolgeevent ab dem kommenden Jahr: "Wir werden dann auch das Schloss selbst noch mehr in den Mittelpunkt rücken."

Die Bilder von der Illumina 2015 vermitteln einen Eindruck davon, wie schön es auch 2016 wieder werden könnte.

Die Wechselwirkung von Natur und Schloss visualisiert aber auch Wolfram Lenssen in seiner letzen Inszenierung auf Schloss Dyck. Er strahlt den Burggraben so an, dass sich die Wasserbewegung auf der Schlossfassade spiegeln wird.

Insbesondere für Kinder bietet sich die Station Nr. 12 "Malen nach Zahlen" an. Auch für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen sei die Strecke geeignet, betont Spanjer. Zum Abschluss erwarte die Besucher an der Orangerie eine erweiterte Gastronomie mit einer zusätzlichen Terrasse und einem Blick auf die erleuchteten Baumriesen am Schloss.

Ein absolutes Highlight im Wortsinne soll aber eine Lichtbrücke werden, die zum ersten Mal gezeigt wird und die Halbinsel mit dem Park verbinden soll. "Arcadia", heißt diese Station mit der Nummer 16. Wichtig sei es für de Besucher, die Reihenfolge der Stationen einzuhalten, um den bestmöglichen optischen Eindruck zu bekommen, betonen Lenssen und Spanjer, die jetzt vor allem auf beständig gutes Wetter hoffen. Denn die Finanzierung der Illumina, deren Kosten Spanjer nur mit der vagen Angabe eines "sechsstelligen Betrages" angibt, hängt, wie keine andere Veranstaltung, vom Wetter und der damit verbundenen Besucherzahl ab.

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