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Jüchen
Im Rathaus werden Heizkosten gespart

Jüchen. Die Vorarbeiten zur Umstellung der 30 Jahre alten Ölheizung auf moderne Gas-Brennwerttechnik haben im Rathaus begonnen. Geprüft wird auch eine Photovoltaik-Anlage. Die neue Heizung soll pro Jahr 15.000 Euro einsparen. Von Gundhild Tillmanns

Die Tage der mindestens 30 Jahre alten Ölheizung im Jüchener Rathaus sind jetzt gezählt. Sie soll durch eine moderne Gasheizung mit Brennwerttechnik ersetzt werden. So will die Verwaltung ihre Heizkosten senken. Diese Maßnahme ist Teil eines ganzen Bündels zur Kostensenkung und zugleich für den Umweltschutz. Bereits 2014 hatte die Gemeinde Jüchen energetische Sanierungen ihrer öffentlichen Gebäude beschlossen.

Das Rathaus kommt nun in diesem Jahr an die Reihe. Aktuell werden die Gasanschlüsse verlegt, wie Gemeindesprecher Norbert Wolf auf Nachfrage unserer Redaktion berichtet. Mitte des Jahres sei dann der Einbau einer Erdgasversorgung geplant, wobei allerdings die Ausschreibungen noch liefen. Außerdem verhandele die Gemeinde zur Zeit noch über eine mögliche Photovoltaikanlage für das Rathausdach. Das Ergebnis sei noch offen.

"Wir wollen Kosten senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten": Diese Devise hat der Technische Dezernent Oswald Duda herausgegeben. Denn rund eine Million Euro gibt die Gemeinde im Jahr für Energie aus. Jüchen hat seine Ziele zum Klimaschutz klar definiert: Bis 2030 sollen die Kohlendioxid-Emissionen auf 4,6 Tonnen pro Einwohner reduziert werden. Bis 2050 sollen pro Einwohner und Jahr nur noch 2,6 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen anfallen. Das soll durch vier Windkrafträder und eine Verdreifachung der Photovoltaik-Anlagen erzielt werden.

In einem Workshop hatte die Gemeinde die Handlungsfelder für das Klimaschutzkonzept erarbeitet. Private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungsbetriebe sowie Industrie und Verkehr gehören dazu. Bürgermeister Harald Zillikens hatte angekündigt, den Heizkostenverbrauch in der Verwaltung zu senken. SPD-Fraktionschef Hoger Tesmann hatte angeregt, über ein Klimaschutzkonzept mit Photovoltaik, Windkraft, Solarthermie, Wärmepumpe, Biogas oder Blockheizkraftwerk, vor allem aber mit einem möglichst hohen Anteil an erneuerbarer Energie nachzudenken.

Auch für die Peter-Giesen-Halle in Garzweiler und die Zweifachsporthalle an der Stadionstraße hat die Gemeinde die Umstellung von der Ölheizung auf eine Gasheizung mit Brennwerttechnik beschlossen. Für Rathaus und Peter-Giesen-Halle hatte der Technische Dezernent auch die Prüfung von Photovoltaik-Anlagen oder eine neue Steuerung der Lüftungstechnik angeregt. 431 000 Euro sah das Instandsetzungsprogramm 2015 für die gemeindeeigenen Gebäude vor, das nun in Teilen erst in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Davon sind rund 300 000 Euro fürs Energiesparen vorgesehen. Nach dem Einbau neuer Heiztechnik und der Dachdämmung rechnet Duda im Rathaus mit einer Verringerung der Heizkosten um 15 000 Euro im Jahr.

Quelle: NGZ
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