| 00.00 Uhr

Jüchen
Im Schlosspark fürs Leben lernen

Jüchen: Im Schlosspark fürs Leben lernen
Der 19-jährige Leo Strobel hat sein freiwilliges Jahr im Park von Schloss Dyck bald absolviert. Dabei hat sich für ihn eine Zukunftsperspektive entwickelt: Er beginnt eine Ausbildung als Biologisch Technischer Assistent. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. Schloss Dyck hat noch drei freie Stellen für ein Freiwilliges ökologisches Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst. Der 19-jährige Leo Strobel berichtet, wie ihm das Freiwilligenjahr geholfen hat, eine Zukunftsperspektive für sich zu finden. Von Gundhild Tillmanns

Die Stiftung Schloss Dyck hat noch drei freie Stellen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder auch im Bundesfreiwilligendienst. Angesprochen werden junge Menschen, die sich im Umweltschutz engagieren möchten. Geboten wird auch eine Qualifikation für das künftige Berufsleben. Die Freiwilligen arbeiten unter Anleitung von Parkleiter Berthold Holzhöfer. Sie lernen dabei viel über alte Bäume und moderne Gartenkultur. Und die meisten entwickeln Perspektiven für ihr künftiges Studium oder für eine Berufsausbildung: Das bestätigt der 19-jährige Leo Strobel, der im August sein Jahr als "Buftie", also im Bundesfreiwilligendienst, auf Schloss Dyck beenden wird.

Gerade erst 17 Jahre jung war Leo Strobel, als er Abitur machte: "Als ich die Abi-Klausuren geschrieben habe, war ich noch 16. Ich hatte noch keine richtige Perspektive, was ich nach dem Abitur machen sollte", gibt der junge Mann aus Mönchengladbach zu. Und das sei auch bei seinen Mitschülern kaum anders gewesen, fügt er hinzu. So eine vage Idee, "irgendwas mit Natur zu machen", hatte Leo zwar.

Deshalb bewarb er sich für ein Freiwilliges ökologisches Jahr (FöJ) an der Nordsee: "Das klappte aber leider nicht, weil die Plätze an der See natürlich sehr begehrt sind", berichtet der 19-Jährige, für den es dann aber den Zuschlag von Schloss Dyck gab. Da war zwar vor einem Jahr kein Platz mehr im FöJ, aber dafür eben im Bundesfreiwilligendienst offen. "Von den Rahmenbedingungen her ist es das Gleiche, nur die Seminare unterscheiden sich", bilanziert Strobel. Fünf Seminare und auch Exkursionen beinhalten die Freiwilligendienste auf Schloss Dyck. "Wir haben viel über das gesellschaftliche Leben, über Sozialkompetenzen und über Arbeitsrecht gelernt. Wir waren auch im Verteidigungsministerium und zweimal bei Gerichtsverhandlungen dabei", fasst der "Buftie" zusammen.

Das Wichtigste war und ist für Leo Strobel aber das Arbeiten in der freien Natur, wobei er in ein Team mit insgesamt drei "Bufties" und zwei "FöJlern" sowie fünf fest angestellten Gärtnern, einem Auszubildenden und Parkleiter Berthold Holzhöfer eingebunden ist. Die Beete bepflanzen und pflegen, Bäume beschneiden, Mithilfe bei Veranstaltungen im Schlosspark gehören zu seinen Aufgaben. Und es ist auch Knochenarbeit: "Am Wochenende weiß man, was man gemacht hat", gibt er zu, hat dann aber trotzdem noch genug Energie, um Tennis zu spielen.

Das Beste, was dem 19-Jährigen passieren konnte, ist aber seine Sicherheit, die er durch das freiwillige Jahr für seine Zukunft gewonnen hat: "Am 24. August fange ich in Hilden eine Ausbildung als Biologisch Technischer Assistent an", freut er sich. Das Abitur wird anerkannt, so dass die Ausbildung nur zwei statt drei Jahre dauert. Und anschließend will er dann im Labor beispielsweise mikrobiologische Proben auswerten.

Übrigens sei er nicht der Einzige, der eine Zukunftsperspektive im Freiwilligenjahr entwickelt habe: Einige aus dem Team wollten anschließend studieren, einer habe einen Ausbildungsplatz im Garten- und Landschaftsbau, listet er auf. "Ich kann so ein Jahr nur empfehlen, auch für Mädchen", betont Leo Strobel.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Jüchen: Im Schlosspark fürs Leben lernen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.