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Jüchen
Immer wieder Unfälle am B 59-Kreisel

Jüchen: Immer wieder Unfälle am B 59-Kreisel
Hier scheppert's häufig: Immer wieder missachten Autofahrer am Kreisverkehr an der B 59 die Vorfahrtsregeln oder kriegen die Kurve nicht. FOTO: berns
Jüchen. Am B 59-Kreisverkehr an der östlichen Ortseinfahrt Jüchen passieren immer wieder Verkehrsunfälle. Auf den Listen der Unfallhäufungsstellen steht er trotzdem nicht - und das wird sich vorerst wohl auch nicht ändern. Von Christian Kandzorra

Wer die Autobahnausfahrt Jüchen nimmt und Richtung Ortszentrum, Gewerbegebiet oder Gierath fahren will, kommt nicht um ihn herum: um den großen Kreisverkehr zwischen den 3M-Warenlagern und dem Schnell-Restaurant McDonald's. Immer wieder ereignen sich dort Verkehrsunfälle, der letzte erst vor wenigen Tagen. Allein in den vergangenen drei Monaten wurden von der Kreispolizeibehörde dort vier Unfälle mit Sachschäden gemeldet, im vergangenen Jahr wurde eine Person bei einem weiteren Unglück leicht verletzt.

Von einem Unfallschwerpunkt will die Kreispolizeibehörde jedoch nicht sprechen. "Das ist noch nicht auffällig", sagt eine Polizei-Sprecherin. Dennoch: An keinem anderen der insgesamt fünf Kreisel in Jüchen knallt es so häufig, wie an diesem. Als Ursache dafür nennt die Polizei in erster Linie Vorfahrtsmissachtungen, Fehler beim Abbiegen in den Kreisverkehr und zu wenig Sicherheitsabstand.

Dies sorgte bereits mehrfach dafür, dass Autos im Graben landeten oder die auf den Verkehrsinseln montierten Schilder umfuhren. "Die Betriebsleitung an unserem Stützpunkt in Grevenbroich teilt mit, dass in den vergangenen Monaten sechsmal neue Verkehrszeichen aufgestellt werden mussten", sagt Wilhelm Kuypers, Sprecher vom Landesbetrieb Straßen NRW, der zumindest für das Aufstellen der Verkehrsschilder zuständig ist. Für die Kreisinnenfläche mit einem Außendurchmesser von 45 Metern sei wiederum die Gemeinde Jüchen und für die leicht abschüssige Straße, die von der Autobahn Richtung Jüchen führt, die Autobahnmeisterei Titz zuständig.

Die Zuständigkeit ist damit in etwa so kompliziert aufgeteilt wie die Regelungen, die bestimmen, wann überhaupt von einem Unfallschwerpunkt die Rede sein kann - und wann er entschärft werden muss. "Bevor sich eine Unfallkommission aus Straßen NRW, der Polizei und dem Straßenverkehrsamt bildet, muss eine auffällige Häufung von Unfällen vorliegen. Diese Unfälle werden verschiedenen Kategorien zugeordnet", erklärt Wilhelm Kuypers von Straßen NRW. Definiert werden diese sogenannten Unfallhäufungsstellen über Unfallhergang sowie die Schwere etwaiger Verletzungen, die Unfallopfer von einer Kollision davongetragen haben. Nachzulesen ist das im "Lagebild Verkehr", das einmal im Jahr von der Polizei veröffentlicht wird.

Markante Stellen wie der Kreisverkehr, an dem es immer wieder zu Sachschäden, aber nur vereinzelt zu Personenschäden kommt, werden darin nicht aufgeführt.

Demnach wird sich wohl trotz der Unfälle an dem 2011 erbauten Kreisverkehr zwischen 3M und McDonald's vorerst nichts ändern - weder an der Verkehrsführung, noch an den Tempolimits.

Quelle: NGZ
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