| 00.00 Uhr

Jüchen
Jüchen mit 3,7 Millionen in roten Zahlen

Jüchen: Jüchen mit 3,7 Millionen in roten Zahlen
Für den neuen Kindergarten in Otzenrath, der fast fertig ist, muss die Gemeinde Jüchen zusätzliches Personal einstellen. Das gilt auch für die geplante Kita-Gruppe in Priesterrath. Dafür muss der Haushalt belastet werden. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. Der Haushaltsentwurf 2018 mit erheblichen Mehrausgaben fürs Personal wird dem Gemeinderat jetzt vorgelegt. Für den Bau und die Einrichtung von neuen Kita-Gruppen muss die Gemeinde ihren Personalstamm erheblich aufstocken. Von Gundhild Tillmanns

Was sich die Gemeinde Jüchen im nächsten Jahr leisten kann, will oder muss, darüber beginnt jetzt der Entscheidungsprozess des Gemeinderates mit der Einbringung des Haushalts 2018. Am kommenden Donnerstag, 19. Oktober, wird dem Rat der Haushaltsentwurf 2018 in öffentlicher Sitzung ab 18 Uhr in Haus Katz vorgelegt.

Eine der markantesten Änderungen sind die geplanten Mehrausgaben fürs Personal. Denn die Gemeinde Jüchen benötigt mehr Erzieher für Kindergartenplätze, die neu geschaffen werden sollen. Fast fertig ist die neue Kita in Otzenrath die am 1. Dezember eröffnet werden soll und (vorerst) Personal für drei Kindergruppen benötigt. Eine vierte Gruppe kann aber bei steigender Nachfrage in relativ kurzer Zeit angebaut werden, denn diese Kita ist nach Modulen einer bereits "vorgebauten" Kita in Rommerskirchen konzipiert. Personal wird außerdem in Kürze für eine neue Kita-Gruppe gebraucht, die im ehemaligen Bürgerhaus in Priesterath für 210.000 Euro Umbaukosten eingerichtet werden soll. Das Gebäude steht bekanntlich leer, seitdem es für Flüchtlinge nicht mehr benötigt wird. Die Personalaufwendungen sollen sich deshalb insgesamt von 10,4 Millionen in diesem Jahr auf 11,4 Millionen Euro im nächsten Jahr erhöhen. Die Eckdaten für den Haushalt 2018 und die Folgejahre weisen aus, dass im Jahr 2021 erstmalig eine Haushaltskonsolidierung mit einem Plus von 394.000 Euro gelingen kann. Im nächsten Jahr müssen aber voraussichtlich 3,7 Millionen Euro "Schulden gemacht" werden. Im Jahr 2019 soll das Minus auf 1,4 Millionen Euro und im Jahr 2020 auf 472.000 Euro heruntergespart werden. Im nächsten Jahr erwartet Jüchen Erträge in Höhe von 47,7 Millionen. Die Aufwendungen sollen aber von 49,9 Millionen Euro in diesem Jahr auf 51,4 Millionen Euro im nächsten Jahr ansteigen. Das Steuervolumen soll sich leicht von 24,6 auf 25,9 Millionen steigern. Die allgemeinen Umlagen steigen von 6,8 auf 8,8 Millionen Euro. Die Gemeinde Jüchen wird im nächsten Jahr 2,1 Millionen Euro an Krediten aufnehmen müssen (2017: 1,1 Millionen), worin das Programm "Gute Schule 2020" nicht enthalten ist.

An Zuschüssen sind unter anderem knapp eine Million Euro für die Offene Ganztagsschule (Ogata), 1,8 Millionen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu erwarten. Für Baumaßnahmen setzt die Gemeinde 5,3 Millionen für 2018 an, 4,3 waren es in diesem Jahr. Die größten für 2018 geplanten Investitionen sind ein neues Feuerwehrgerätehaus in Hochneukirch mit voraussichtlich 2,8 Millionen Euro sowie 1,2 Millionen Euro für den Grunderwerb. 695.000 Euro sind an Ausgaben angesetzt für die Dorfentwicklung in Hochneukirch, womit die Umgestaltung des Adenauerplatzes gemeint ist, mit der im Frühjahr 2018 begonnen werden soll. Für neue, barrierefrei ausgebaute Bushaltestellen sind im Haushalt 455.000 Euro fürs nächste Jahr vorgesehen. Die Ulmenstraße in Gubberath soll im nächsten Jahr für 150.000 Euro ausgebaut werden, und 135.000 Euro sind für die Gesamtschule vorgesehen.

Quelle: NGZ
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Jüchen: Jüchen mit 3,7 Millionen in roten Zahlen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.