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Jüchen
So magisch leuchten die "Parknächte" am Schloss Dyck

Parknächte 2017 am Schloss Dyck
Parknächte 2017 am Schloss Dyck FOTO: a. tinter
Jüchen. Seit Freitagabend spielt sich am Schloss Dyck in Jüchen Magisches ab: Mehrere Hundert Leuchten tauchen das Wasserschloss und die Parkanlage in verschiedene Farben, Bäume werden zum "Leben" erweckt - und im englischen Landschaftspark bringen Licht- und Soundeffekte die Pflanzen zum "Tanzen". Von Christian Kandzorra

An den insgesamt 15 Schauplätzen gibt es einiges zu entdecken: Die Besucher der "Parknächte" erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das sich in einigen Punkten deutlich von den "Illumina"-Veranstaltungen aus den Vorjahren unterscheidet. Das Besondere: Die Parkbesucher werden jetzt dazu aufgefordert, sich auf die einzelnen Kunstinstallationen einzulassen. Gerade für Kinder dürfte das interessant sein.

Die Stiftung Schloss Dyck möchte mit der ersten Auflage der "Parknächte" Menschen aus allen Altersschichten ansprechen. "Wir hoffen, dass es uns auch diesmal gelingen wird, viele Kinder und Jugendliche für die Veranstaltung zu begeistern", sagt Stiftungsvorstand Jens Spanjer, der damit auf eine Zielgruppe zu sprechen kommt, die sich längst nicht bei jeder Veranstaltung am Schloss angesprochen fühlt. Die Effekte im Park sollen die Besucher zum Staunen bringen. 

Fotos: Nächtlicher Baumzauber bei der Illumina in Jüchen FOTO: Berns, Lothar

Das Highlight: 3D-Animationen

Ein Beispiel: das sogenannte Video-Mapping an der Nordfassade des Schlosses, die jetzt als einzige Seite illuminiert ist. Die 3D-Animation lässt unter anderem die Steine aus dem Gebäude kommen, verschiebt die Fenster und lässt Pflanzen in Rekordzeit wachsen - vier Minuten dauert das Spektakel. Besonders viel Aufwand hat das Technik-Team um den gebürtigen Mönchengladbacher Richard Röhrhoff am Hauptspielort im englischen Landschaftspark betrieben. Dort erwartet die Besucher eine mitreißende Lichtinszenierung, die die Landschaft zum Leben erweckt und auch von Mustern lebt, die auf die Pflanzen projiziert werden. Allein dort sollen 80 Leuchten installiert sein.

Eindrucksvoll ist auch der "Baum der Wünsche", in dem die Techniker dutzende Leuchten befestigt haben. Durch die wechselnden Farben wird die Struktur des mächtigen Baumes mitsamt seiner massiven Äste sichtbar - und über Lautsprecher "spricht" er sogar mit den Besuchern: Er will alle zwei Minuten einen Wunsch erfüllen. Wer vor dem Baum steht und sein Smartphone zur Hand nimmt, soll mit einer speziellen App Wünsche an den Baum schicken können. Das hat ebenso etwas Verwunschenes wie der Gang über die Barockbrücke, die sich samt Illumination im Wasser spiegelt. Das Motiv kommt vor allem bei Fotografen gut an, die von der Brücke aus freien Blick auf das Schloss haben, das von der dann zu sehenden Ostseite - anders als in den vergangenen Jahren - allerdings nur in einem schlichten Gelb erstrahlt.

Die Veranstalter rechnen mit ähnlichen Besucherzahlen wie in den Vorjahren. Zur "Illumina" waren je nach Wetter immer zwischen 20.000 und 28.000 Menschen gekommen. Ein Muss für Interessierte: Taschenlampen. Denn die Wege zu den einzelnen Schauplätzen sind durch Kerzen nur schwach beleuchtet.

Quelle: NGZ
 
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