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Jüchen
Jüchen schafft Platz für mehr Wohnraum

Jüchen: Jüchen schafft Platz für mehr Wohnraum
Die Villa Steinstraße 1 und die ehemalige Kleiderfabrik (r.) sollen als denkmalgeschützte Objekte auch optische Maßstäbe für eine Neubebauung gegenüber setzen. FOTO: Gundhild Tillmanns
Jüchen. Zwei Abrisse und ein neuer Bebauungsplan schaffen Möglichkeiten für neuen Wohnraum und die Raiffeisenbankfiliale. Von Gundhild Tillmanns

Das Ortsbild von Jüchen verändert sich - und dass nicht ur durch die begonnene Sanierung der B 59-Ortdurchfahrt. Die Sparkasse eröffnet in Kürze im neuen Wohn- und Geschäftshaus an der Kölner Straße ihre neue Filiale. Nun will auch die Raiffeisenbank nachziehen. Sie will das Gebäude mit der alten Filiale am Markt abreißen lassen und in einem Neubau eines dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses wiedereröffnen. Über die entsprechende Anfrage wird der Planungsausschuss in der nächsten Woche beraten.

In dem bereits vorgelegten Architektenplan ist zu erkennen, dass der Neubau über die bestehende Häuserzeile der benachbarten Altbauten hinausragen wird. In ihrer Stellungnahme zu dem geplanten Neubau in Höhe des Kreisverkehrs am Markt schreibt die Verwaltung aber: "Aus städtebaulicher Sicht ist die vorgesehene Nutzungsstruktur in zentraler Lage absolut begrüßenswert." Die Ausprägung des Neubauvorhabens sei im städtebaulich sensiblen Bereich des Marktes zwar hinsichtlich der Höhenentwicklung bis an die Grenze ausgereizt, aber in der vorgelegten Form sicherlich verträglich, heißt es weiter in der Beurteilung der Gemeindeverwaltung.

Das Haus am Marktkreisel mit der Raiffeisenbank wird abgerissen. FOTO: Gundhild Tillmanns

Bauen und Wohnraum schaffen will auch die Familie Gerresheim. So liegt dem Planungsausschuss die Anfrage zum Abbruch des Gerresheim-Betriebsgeländes an der Ecke Rieke-/Frankenstraße vor, wo Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Kfz Gerresheim zieht mit seinem Betriebsgebäude in das Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße und benötigt das Gelände an der Riekestraße deshalb nicht mehr. Auf dem knapp 4200 Quadratmeter großen Grundstück sind nun, vorbehaltlich der Zustimmung des Fachausschusses, vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Wohneinheiten und zwei Doppelhaushälften mit jeweils einer Wohnung geplant. Dreigeschossig sollen die Häuser zur Riekestraße hin gebaut werden, allerdings mit Pultdächern, die die Firsthöhen der Häuser gegenüber geringfügig unterschreiten sollen. Entlang der Frankenstraße sollen lediglich eingeschossige Doppelhäuser entstehen.

Die Möglichkeit zu bauen, soll zudem auf dem Eckgrundstück Odenkirchener/Kelzenberger Straße städtebaulich geordnet geschaffen werden. Der Planungsausschuss soll dem Gemeinderat die Aufstellung des Bebaungsplans empfehlen. Dazu liegen die Stellungnahmen vor. Auf den Denkmalschutz und eine mögliche Grundwasserproblematik weisen der Landschaftsverband Rheinland, RWE Power und die Bezirksregierung Arnsberg/Abteilung Bergbau die Bauherren für dieses Gebiet hin. Zu beachten sei, dass Grundwasserabsenkungen "durch den fortschreitenden Betrieb der Braunkohletagebaue noch über einen längeren Zeitraum wirksam bleiben", will heißen: Das Grundwasser wird dort nach der Beendigung des Tagebaus Garzweiler wieder ansteigen, und es kann zu Bodenbewegungen kommen. RWE Power rät daher bereits im Vorfeld, beim Häuserbau auf diesem Grundstück auf entsprechende Befestigungen im Gründungbereich zu achten. Und optisch muss sich eine Neunbebauung an den denkmalgeschützten Wohnhäusern in der Nachbarschaft orientieren, fordert der Landschaftsverband und bezieht sich auf die Denkmäler Kelzenberger Straße 9 und 13 sowie Steinstraße 1 (Villa ) und Nr. 2 (ehemalige Kleiderfabrik).

Quelle: NGZ
 
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