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Jüchen
Jüchener ADFC will wieder Fahrt aufnehmen

Jüchen: Jüchener ADFC will wieder Fahrt aufnehmen
Gunter Kalinka (l.) und Roland Kusay wollen die ADFC-Ortsgruppe Jüchen "wiederbeleben". Sie suchen jetzt nach Mitstreitern. FOTO: A. Tinter
Jüchen. Gunter Kalinka und Roland Kusay wollen die Ortsgruppe zu alter Stärke führen. Tagestouren sollen Alleinstellungsmerkmal werden. Von Christian Kandzorra

Vor zwei Jahren ist es plötzlich ganz still geworden um die Jüchener Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC): Die Gruppe hatte sich nach einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte blieb beim ADFC und die andere ging in den "Rad-Freunden Jüchen" auf, die seitdem deutlich aktiver sind. Zwei Jüchener wollen dem beinahe in Vergessenheit geratenen ADFC jetzt wieder zu alter Stärke verhelfen - und neue Mitglieder für diese Gemeinschaft gewinnen.

Die Initiative zur "Wiederbelebung" des ADFC Jüchen geht in erster Linie von Gunter Kalinka und Roland Kusay aus. Sie laden alle Jüchener ADFC-Mitglieder und Interessierte ein, am Donnerstag, 15. März, 19 Uhr, an einer Versammlung teilzunehmen, bei der es um die Zukunft der Ortsgruppe gehen soll. Das Treffen soll im Versammlungsraum der Zweifachsporthalle an der Stadionstraße stattfinden (neben dem Hallenbad).

"Wir zählen momentan noch 29 Mitglieder; mit deren Familien kommen wir auf 52", berichtet Gunter Kalinka, der bis vor kurzem noch passives Mitglied beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub in Grevenbroich war und jetzt dabei ist, sich einen Überblick zu verschaffen.

Das Problem der übrig gebliebenen ADFCler: Sie haben keine Führung. Gunter Kalinka und Roland Kusay planen, gemeinsam in einen sogenannten Sprecherrat zu gehen, der sich im Wesentlichen um die Dinge kümmert, mit denen sich auch die Vorstände anderer Vereine beschäftigen. Einen konkreten Ortsgruppen-Chef soll es hingegen vorerst nicht geben. Die beiden Radfahrer wollen nicht etwa eine Dublette oder eine direkte Konkurrenz zu den noch relativ jungen "Rad-Freunden Jüchen" schaffen. "Der ADFC verfolgt einen ganz anderen Anspruch. Wir sehen uns als eine Art Lobby für Fahrradfahrer", sagt Gunter Kalinka, der als Beispiel den Einsatz für die Verbesserung von Radwegen nennt.

Doch damit nicht genug: Wenn es nach Kalinka geht, soll der Jüchener ADFC auch sein Tagestour-Angebot wieder aufnehmen. Er plant dies als eine Art Alleinstellungsmerkmal. Kalinka ist sozusagen "Mann vom Fach", denn seit vielen Jahren bietet er privat Tages- und sogar Mehrtagestouren extra für Radfahrer an.

Der Jüchener sieht in seiner Erfahrung einen Vorteil, von dem die gesamte Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs profitieren könnte. Kalinka verfügt über einen eigenen Bus mit Platz für acht Fahrgäste und einen speziellen Fahrrad-Anhänger. "Damit könnte man auch weiter entfernt liegende Ziele ansteuern", sagt der 69-Jährige, der Radfahrern die Möglichkeit bieten möchte, auch mal "über den Tellerrand hinaus" zu schauen und nicht nur an Touren teilzunehmen, die sich auf die Umgebung der Gemeinde Jüchen beschränken.

Die Tagestouren, für die er seinen Bus kostenfrei zur Verfügung stellen würde, seien ein denkbares Angebot, über das gesprochen werden müsse. "Ich sehe das als einen Hebel, um den ADFC wieder attraktiv zu machen", sagt er.

Quelle: NGZ
 
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