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Jüchen
Jüchener Gymnasium unter kommissarischer Leitung

Jüchen. Andreas Kries ist nicht mehr Schulleiter des Gymnasiums. Er wechselt nach Krefeld. Seine Vertreterin Petra Schlotte übernimmt Verantwortung. Von Carsten Sommerfeld

Am Mittwoch werden 89 Jungen und Mädchen ihren ersten Schultag im Gymnasium Jüchen haben. Ein Mann wird bei der Begrüßung nicht dabei sein: Andreas Kries. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den bisherigen Schulleiter nach Krefeld versetzt. Er leitet dort jetzt das Fichte-Gymnasium. Die Fünftklässler in Jüchen wird Petra Schlotte als kommissarische Schulleiterin zusammen mit Bürgermeister Harald Zillikens begrüßen.

Bereits vor einigen Monaten galt Andreas Kries als aussichtsreichster Kandidat für die Direktoren-Stelle in Krefeld. In der vergangenen Woche hat er sie angetreten. Drei Jahre lang hatte Kries, der in Heinsberg lebt, das Jüchener Gymnasium geleitet. "Ich habe um die Versetzung gebeten. Es gab Schwierigkeiten mit Teilen der Schulöffentlichkeit, auch mit der Politik. Mehr möchte ich dazu nicht sagen", erklärt Kries zum Wechsel.

Ein Vorwurf aus der Elternschaft: Er wolle eine Eliteschule etablieren. "Ich habe mich gegen diese Behauptung verwahrt. Der Vorwurf kam von einem Menschen, der kein Kind am Gymnasium hatte", sagt Andreas Kries, der auch von Positivem spricht: "Die Zusammenarbeit mit vielen Kollegen und mit den Schülern war gut". Die Bezirksregierung nimmt zu den Gründen für die Versetzung, wie Sprecher Ingo Hamacher erklärt, keine Stellung.

Die Leitungsfrage am Jüchener Gymnasium ist fürs Erste geklärt: Die bisherige stellvertretende Schulleiterin Petra Schlotte leitet kommissarisch das Gymnasium mit den rund 800 Schülern. Für einen reibungslosen Übergang ist gesorgt. "Ich bin seit Gründung des Gymnasiums 1999 an dieser Schule", erklärt die Mönchengladbacherin, die Mathematik unterrichtet. "Ich erhalte von meinen Kollegen viel Unterstützung." Der Stundenplan für das neue Schuljahr steht. "Wir freuen uns auf die neuen Fünftklässler." Petra Schlotte betont zudem: "Ich habe mit Herrn Kries gut zusammengearbeitet."

Und wie geht es jetzt weiter? Bei der Bezirksregierung in Düsseldorf wird die Ausschreibung der Stelle, für die Schulkonferenz und Schulträger zustimmen müssen, vorbereitet. "Das Stellenbesetzungsverfahren kann beginnen, sobald die Schulkonferenz sich im kommenden Schuljahr zusammenfindet, um mit Schulträger und Personalrat die Ausschreibung abzustimmen", heißt es in Düsseldorf. Nach einem sechswöchigen Bewerbungszeitraum schließe sich ein Auswahlverfahren unter den Bewerbern an. Der zeitliche Rahmen sei zurzeit "nicht absehbar".

Im Jüchener Rathaus gibt es Wünsche für eine Besetzung. "Als Schulträger ist die Gemeinde daran interessiert, dass die Stelle zeitnah mit einer qualifizierten Kraft besetzt wird", erklärt Bürgermeister Harald Zillikens. Zudem lege die Gemeinde großen Wert darauf, dass der neue Leiter "intensiv daran arbeitet, in enger Kooperation mit dem Schulträger die Stärken des Gymnasiums herauszustellen". Wichtig sei auch die Kooperation mit der Sekundarschule.

Quelle: NGZ
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