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Jüchen
Jugendarbeit bei Null begonnen und aktiviert

Jüchen: Jugendarbeit bei Null begonnen und aktiviert
Jugendleiterin und Diakonin Birgit Erke hat in Hochneukirch bei Null angefangen. Sie hat den Basement-Club wieder für junge Menschen geöffnet. FOTO: Salzburg
Jüchen. Mit Diakonin Birgit Erke ist die lange brachliegende Jugendarbeit in Hochneukirch wieder aufgelebt. Sie möchte sogar eine Band gründen. Von Gundhild Tillmanns

Bei Null hat Diakonin Birgit Erke wieder mit der Kinder- und Jugendarbeit anfangen müssen, die eineinhalb Jahre in der evangelischen Kirchengemeinde Hochneukirch brach gelegen hatte. Erste Erfolge sind nach einem halben Jahr erzielt, und die 44-Jährige sieht eine gute Basis und Perspektive für den weiteren Auf- und Ausbau. Ihr Ziel sei es, die Familie als Zielgruppe, die in der Gemeinde fehle, über die Kinder und Jugendlichen zurückzugewinnen.

Die erste Amtshandlung der studierten Sozialpädagogin, ausgebildeten Diakonin und Prädikantin waren Besuche in den Schulen: "Der Basement-Club ist wieder geöffnet", lautete ihre Botschaft, die sie überall verbreitete. Und die wurde gehört: Durchschnittlich 25 Jungen und Mädchen besuchen inzwischen mittwochs den Kindertreff. Zu dem daran anschließenden Jugendtreff kämen zwar bislang nur etwa zwölf Heranwachsende. Aber Birgit Erke hofft, durch den Konfirmandenunterricht zusätzliche Besucher zu gewinnen.

Eine gute Möglichkeit, die Kinder- und Jugendarbeit zu intensivieren, seien Ferienfreizeiten, berichtet Erke, die nach ihrem Studium acht Jahre bei der evangelischen in der Kinder- und Jugendarbeit in Mönchengladbach-Hardt tätig war. Seit zwölf Jahren in Wickrathberg ebenfalls Jugendleiterin, hat sie seit März diesen Jahres zudem eine Teilzeitstelle in Hochneukirch.

Ab dem nächsten Jahr möchte Erke ihre alljährlichen Kinderfreizeiten in der Eifel und Jugendferien an den Stränden südlicher Gefilde auch für den Nachwuchs aus Hochneukirch öffnen. Denn sie hat über die Jahre festgestellt: "Wer die Ferienfreizeiten mitgemacht hat, bleibt meistens voller Begeisterung dabei und will später auch ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Gemeinde oder Begleiter bei den Freizeiten werden."

Wichtig ist es Birgit Erke auch, in Hochneukirch ein festes und verlässliches Team von Ehrenamtlern aufzubauen: "Dann könnte das Basement später auch an den Tagen geöffnet werden, wenn ich nicht in Hochneukirch, sondern in Wickrathberg im Dienst bin", plant sie. Die vier ersten Freiwilligen, davon zwei aus Mazedonien, hat sie für das Basement schon am Start. Und an ihrer "alten" Stelle laufe der Betrieb mit den Ehrenamtlern während ihrer Hochneukirch-Tage sehr gut weiter, stellt die Mutter von zwei Töchtern (13 und 17 Jahre alt) fest. Die jüngere Tochter besucht jetzt den Konfirmationsunterricht bei Erkes Pendant in Jüchen, dem dortigen neuen Jugendleiter, Diakon und Prädikant, Rene Bamberg. Und die ältere Tochter hat jüngst gemeinsam mit der Mutter zum ersten Mal eine Ferienfreizeit als ehrenamtliche Betreuerin begleitet.

Familie Erke lebt seit 20 Jahren in Jüchen-"City" und ist mit dem Vereinsleben verbunden. Eines ihrer Hobbys, die Musik, will Birgit Erke auch in die Gemeindearbeit in Hochneukirch einbringen: "Ich möchte eine Jugendband gründen und traue mir auch zu, die zu leiten." Denn sie spielt Gitarre und singt in einem Gospelchor mit.

Quelle: NGZ
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