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Jüchen
Junger Pferdezüchter holt den Meistertitel

Jüchen: Junger Pferdezüchter holt den Meistertitel
Stolz präsentiert Yannik Pferdmenges den Siegerpokal. FOTO: L. Berns
Jüchen. Ausnahme-Erfolg für Jungzüchter Yannik Pferdmenges (17) Er besiegte mehr als 100 Teilnehmer in seinem Alter und in der Gesamtklasse. Von Daniela Buschkamp

Für den gerade einmal 17 Jahre alten Yannik Pferdmenges ist es der größte Erfolg als Jungzüchter: Bei der 19. Auflage des Bundesjungzüchter-Wettbewerbs holte sich der Gymnasiast nicht nur den Titel des Deutschen Meisters in seiner Altersklasse, sondern auch den Gesamtsieg. Wovon der Waater jetzt träumt: Er möchte einmal in Grün-Weiß bei der Weltmeisterschaft für seinen Verband, das Rheinische Pferdestammbuch, antreten.

Vor drei Jahre hat der junge Waater angefangen, sich mit der Pferdezucht zu beschäftigen. "Dass er jetzt gewonnen hat bei mehr als 100 Teilnehmern in seinem Alter, ist toll", sagt seine Mutter Andrea Pferdmenges. Eine Begeisterung, die sein Trainer Hermann-Josef Thoenes aus Grefrath teilt. Zudem ist Thoenes im Rheinischen Zuchtverband Coach für die Jungzüchter. "Yanniks Abschneiden ist etwas ganz Besonderes, das hat noch niemand aus unserem Verband bisher geschafft", sagt der Pferde-Experte. Seit nunmehr 20 Jahren würden die Verbände um die besten Platzierungen bei den Wettbewerben kämpfen. Das Rheinische Pferdestammbuch habe dabei bereits einige Erfolge verbuchen können - obwohl es durchaus größere Verbände gebe. Um sich seine Titel zu sichern, musste der 17-Jährige zeigen, dass er Pferde beurteilen kann - sowohl in der Theorie als auch bei einer praktischen Vorführung vor einer Jury. Dabei mussten die Wettbewerbsteilnehmer die Tiere möglichst optimal präsentieren. Gibt es so etwas wie einen Züchter-Blick, mit dem die Fähigkeiten eines Pferdes zu erkennen sind? "Man kann auf den ersten Blick schon einiges erkennen", meint Yannik. Wichtig sei es etwa, auf den Ausdruck eines Pferdes zu achten.

Dass nicht nur Mädchen ihr Glück auf dem Rücken von Pferden finden, dafür ist Yannik Pferdmenges ein Beispiel. Aufgewachsen auf dem Hof seiner Eltern, der Pferdezüchter und Reitlehrer Heinz Walter und Andrea, ließ auch er sich von den Tieren begeistern. Er selbst reitet Dressur - am liebsten auf den Rücken seines eigenen Pferdes, des zehnjährigen "Regazoni". Mit ihm tritt Pferdmenges auch auf Turnieren an, bisher haben es beide bis zur L-Dressur geschafft.

Sein Eifer ist so groß, dass den Pferden fast seine gesamte Zeit gehört. "Fast jeden Tag verbringe ich nach der Schule mit Reitstunden", erzählt Yannik, der am Gymnasium Jüchen Abitur machen will. Dazu kämen die Wochenenden, an denen er früh aufstehe und unterwegs sei, um an Wettbewerben teilzunehmen. Keine Frage, dass auch eine Freundin sich für Pferde begeistern müsste - und möglichst keine Pferdeallergie haben sollte.

Leon, Yannik Pferdmenges drei Jahre jüngerer Bruder, ist ebenfalls Jungzüchter. Er freute sich mit dem Älteren, als dieser gleich zwei Wanderpokale und farbige Sieger-Schärpen nach Waat bringen konnte. Weitere könnten folgen. Denn nichts wünscht Yannik Pfermenges mehr, als einmal bei der Weltmeisterschaft der Jungzüchter anzutreten. "2016 würde ich gern nach London reisen", sagt er. Und vielleicht wieder Pokale nach Waat holen.

Quelle: NGZ
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