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Jüchen
Kita "Sausewind" erhält Dependance

Jüchen: Kita "Sausewind" erhält Dependance
Dezernent Oswald Duda (l.) und Kita-Leiter Jürgen Hansen vor dem ehemaligen VfB-Umkleidetrakt. Bis August sollen die Räume für eine neue Dependance der Hochneukircher Kindertagesstätte umgebaut werden. FOTO: G. Salzburg
Jüchen. Am Hallenbad, im früheren Umkleidetrakt des VfB Hochneukirch, wird jetzt Platz für eine sechste Gruppe der Kindertagesstätte geschaffen. Bereits Anfang August soll der Umbau abgeschlossen sein. Der Zeitplan ist eng. Von Carsten Sommerfeld

Aus allen Nähten platzt der Kindergarten "Sausewind" in Hochneukirch - und für kommenden Sommer liegen etliche weitere Anmeldungen vor. Rechtzeitig zum nächsten Kita-Jahr soll die Platzfrage geklärt sein, die Tagesstätte erhält rund 600 Meter entfernt eine "Zweigstelle": Die Gemeinde baut nun den früheren Umkleidetrakt des VfB Hochneukirch am Hallenbad für eine sechste Kindergartengruppe mit 13 Über-Dreijährigen und sieben Unter-Dreijährigen um. Ende Mai sollen die Handwerker starten. Technischer Dezernent Oswald Duda und Kindergartenleiter Jürgen Hansen stellten gestern die Pläne für die Kita-Dependance vor. 230.000 Euro kostet der Umbau, die Gemeinde erhält dafür rund 80.000 Euro zuschüsse von Kreis und Landschaftsverband.

96 Jungen und Mädchen gehen bereits in den Kindergarten an der Weststraße mit fünf Gruppen, und der Bedarf an Plätzen steigt. "Viele Familien ziehen beispielsweise ins Baugebiet an der Hans-Diekmannstraße in Hochneukirch oder nach Otzenrath", weiß Oswald Duda. Gerade mal 14 Kinder hätte Jürgen Hansen im Sommer neu aufnehmen können, doch rund 50 Eltern interessierten sich für einen Platz für ihr Kind. Gemeinde und Kreisjugendamt kamen zum Schluss: Eine sechste Gruppe muss her.

Die Gemeinde beschloss, in den vom VfB nicht mehr benötigten Räumen an der Gartenstraße - der Verein nutzt jetzt ein neues Umkleidegebäude - eine Kita-Dependance für 20 Kinder einzurichten. Zudem sollen einige Tagespflegeplätze vermittelt werden, damit alle Kinder einen Platz erhalten können.

Doch erst einmal muss an der Gartenstraße krtäftig umgebaut werden. Im Duschraum stehen noch robuste Waschtische. Nebenan im Umkleideraum sind Kabinenmit stählernen Türen vorhanden, die Fliesen stammen aus vergangenen Jahrzehnten - kaum zu glauben, dass hier bereits in drei Monaten Kinder spielen sollen. "Der Zeitplan ist eine Herausforderung", weiß Dezernent Oswald Duda. In Kürze sollen die Aufträge vergeben werden. Ein rund 40 Quadratmeter großer Umkleideraum wird zum Gruppenraum umgebaut, aus dem Duschtrakt wird ein Nebenraum. Auch für einen Schlafraum, einen Wickelbereich, für Küche und Mitarbeiterraum ist in dem rund 200 Quadratmeter großen Trakt Platz. Hinter und neben dem Gebäude wird ein Spielbereich geschaffen. Trotz der rund 600 Meter Entfernung zum "Haupthaus" an der Weststraße versichert Jürgen Hansen, dass die Kinder an der Gartenstraße auf jeden Fall in den übrigen Kindergarten einbezogen werden, "die Gruppen werden sch beispielsweise gegenseitig besuchen".

Oswald Duda und Jürgen Hansen sind optimistisch, dass der geplante Fertigstellungstermin für den Umbau der Räume Anfang August gehalten wird. "Die Möbel und die Küchen sind für die letzte Juni-Woche bestellt", so Hansen, der seit 22 Jahren Kindergarten-Leiter ist. "Beim Anbau für unsere fünfte Gruppe wurde der Termin auch gehalten", berichtet er. Und wenn am 2. August drinnen doch nicht alles fertig sein sollten, haben Dezernent und Kita-Leiter einen "Plan B" in der Tasche : Für den Übergang kann laut Hansen die Turnhalle der Tagesstätte genutzt werden.

Quelle: NGZ
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