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Jüchen
Klagen über Gestank und Enge in Schule

Jüchen: Klagen über Gestank und Enge in Schule
Beschwerden gibt es über stinkende Toiletten (hinten links im Bild). FOTO: gt
Jüchen. Die Elternschaft beklagt sich über stinkende Jungentoiletten, mangelhafte Hygiene und generell über eine drangvolle Enge in der Grundschule Jüchen. Ein Multifunktionsraum soll helfen. Die Toiletten sollen öfter geeinigt werden. Von Gundhild Tillmanns

Über stinkende Jungentoiletten, ein nur mangelhaft gereinigtes Gebäude der Grundschule In den Weiden und eine drangvolle Enge in den Klassenräumen und vor allem im offenen Ganztagsbereich klagen Eltern: Diese Beschwerden brachte Schulpflegschaftsvorsitzender Frank Wirtz jetzt im Schulausschuss zur Sprache. Er hat selbst die Grundschule Jüchen besucht und zurzeit sein zweites Kind an dieser Schule. Er beklagt, die Toilettenanlagen für die Jungen seien noch aus seiner eigenen Schulzeit von vor 40 Jahren fast unverändert: Dort habe sich in Jahrzehnten fürchterlich stinkendes Ammoniak eingelagert. Aus seiner Sicht lasse sich dieser Gestank nicht nur mit einer jetzt von der Gemeinde beabsichtigten 14-tägigen Reinigung mit Wasserstoffperoxid bekämpfen: "Das wirkt nur wie ein Deo, beseitigt aber den Gestzank nicht auf Dauer", meint Frank Wirtz und sagt: "Eigentlich müssten die Toiletten neu gebaut werden."

Klagen gibt es laut des Schulpflegschaftsvorsitzenden auch über die Hygiene im Schulgebäude selbst, seitdem die Gemeinde am Etat für die Grundreinigung spare. Deshalb gebe es immer mal wieder spontan Putzeinsätze der Eltern im Schulgebäude, berichtet Wirtz, der allerdings auch betont: "Wir wollen keine Fronten aufbauen zwischen der Elternschaft und der Gemeinde. Wir möchten unsere Mitwirkung anbieten", sagt Wirtz, der auch gerne das Angebot des Bürgermeisters für einen Ortstermin in der Grundschule Jüchen annehmen möchte.

Wirtz sagt: "Der Schulleiterin gebe ich die Note eins." Pädagogisch werde eine gute Arbeit an der Grundschule Jüchen geleistet. Aber aus Elternsicht seien auch die Klagen über die drangvolle Enge vor allem im offenen Ganztagsbereich begründet, meint der Schulpflegschaftsvorsitzende. So müsse die Grundschule In den Weiden sogar erstmalig Kinder für die Ogata ablehnen, weil sie nicht über genügend Plätze verfüge.

Elternbeschwerden über zu enge Klassenräume relativierte Bürgermeister Harald Zillikens allerdings im Schulausschuss. Die Klassen seien mit 29 Schülern aktuell zwar fast voll besetzt. "In den Folgejahren werden sich die Schülerzahlen aber wieder leicht zurückentwickeln", kündigte Zillikens an. Bis dahin wolle die Gemeinde aber darauf verzichten, verbindliche Schulbezirke festzulegen. Denn theoretisch könnten Eltern auch dazu bewegt werden, ihre Kinder in den weniger frequentierten Grundschulen in den Außenorten anzumelden. Er sehe keine Notwendigkeit, für die Grundschule jetzt eine Vierzügigkeit bei der Bezirksregierung durchzusetzen, wenn sich das Problem der relativen Enge in den Klassenräumen in den nächsten Jahren demografisch von selbst lösen werde.

Handlungsbedarf sieht Zillikens aber in der Platzfrage für den offenen Ganztagsbereich der Grundschule Jüchen. Dabei favorisiere er eine Multifunktionslösung mit Räumlichkeiten, die flexibel für den Aufenthalt der Schüler, für Esspausen, aber auch für Unterrichtszwecke genutzt werden könnten.

Quelle: NGZ
 
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