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Jüchen
Kleine und große Athleten drehen ums Schloss ihre Runden

Jüchen: Kleine und große Athleten drehen ums Schloss ihre Runden
Den Bambini, die am Sonntagmorgen auf der Grabenbrücke vor dem Schloss den Auftakt machten, stand der Ehrgeiz ins Gesicht geschrieben. FOTO: Salzburg
Jüchen. Auch wenn ein neuer Teilnehmerrekord bei der zehnten Auflage des Schloss-Dyck-Laufs ausblieb: Veranstalter Jens Spanjer zog nach dem ersten kleinen Jubiläum des Familienlaufs ein positives Fazit: "Ich bin super zufrieden. Wir hatten eine fantastisch schöne Strecke und mit dem Wetter hatten wir auch Glück." Von Christos Pasvantis

380 Läuferinnen und Läufer machten sich gestern morgen bei kühlen, aber weitestgehend trockenen Bedingungen auf die Runde durch den Park.

Dass bei der Veranstaltung im Gegensatz zu anderen Läufen der Wettkampfaspekt im Hintergrund steht, macht Spanjer als großes Plus aus: "Hier ist es nicht so wichtig, wer mit welcher Zeit über die Ziellinie kommt. Es geht um das Erlebnis, so eine Strecke durch den Park und am Schloss vorbei ist etwas Besonderes. Und wenn mir einige erfahrene Läufer sagen, dass es für sie die schönste Strecke überhaupt sei, ist das ein großes Kompliment", sagt der Vorsitzende der Stiftung Schloss Dyck. In der Tat kann der Kurs dank seiner traumhaften Frühlingskulisse im Park punkten, der Zieleinlauf erfolgt über die Brücke des Schlossgrabens direkt im Hof vor der Reitbahn.

Neben dem Bambini- und Schülerlauf durften über fünf Kilometer auch die Walker ran, bevor im Lauf über fünf Kilometer mit 159 Startern die meisten Athleten auf die Strecke gingen.

Mit Abstand schnellster Läufer über die Paradedistanz von zehn Kilometern war in 38:48 Minuten Fardin Sediqi. Der 16 Jahre alte Afghane ist ein Flüchtling, erst vor vier Wochen in einer Unterkunft für unbegleitete Flüchtlingskinder in Mönchengladbach untergekommen und läuft für sein Leben gerne. Nachdem er vor zwei Wochen beim Korschenbroicher Citylauf bereits den zwölften Platz belegte, gefiel es ihm augenscheinlich auch in Schloss Dyck: "Die Strecke war wirklich beeindruckend, auch wenn ich bei den ganzen Kurven zweimal ein wenig die Orientierung verloren habe. Es war nicht schwer, hier heute zu gewinnen."

Die vielen Kurven und Wendungen seien laut Spanjer allerdings nicht zu umgehen: "Wenn wir die fünf Kilometer vollmachen wollen, dann müssen wir halt jeden Meter und Winkel des Parks genau ausnutzen." Genau 16 Minuten hinter Sediqi überquerte mit einem guten Mittelfeldplatz Bürgermeister Harald Zillikens die Ziellinie. Der Schirmherr des Laufs war zwar noch etwas außer Puste, dafür aber zufrieden: "Die Zeit ist egal, aber es macht einfach Spaß, hier mitzulaufen. Damit bin ich meiner Aufgabe gerecht geworden."

Quelle: NGZ
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