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Jüchen
Kloster-Besucher feiern unter dem Fallschirm

Jüchen: Kloster-Besucher feiern unter dem Fallschirm
Die Rheinland-Musikanten sorgten mit Blasmusik für gute Stimmung. FOTO: lb
Jüchen. Wegen des wechselhaften Wetters kamen weniger Menschen zum Nikolauskloster. Das Pfingstfest überzeugte trotzdem - mit guter Musik. Von Christian Kandzorra

So viel vorweg: Glühwein hatte es bei den Familientagen am Nikolauskloster noch nie gegeben. Diesmal war der Ausschank des wärmenden Getränks aber durchaus berechtigt, schließlich fielen die Temperaturen am zurückliegenden Wochenende auf frische zehn Grad. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Pfingstfest. Auch wenn wegen des wechselhaften Wetters weniger Besucher da waren als in den vergangenen Jahren", sagte Kloster-Leiter Pater Felix Rehbock gestern Nachmittag und zog ein positives Fazit.

Zum 32. Mal haben die Oblatenmissionare das Pfingstfest ausgetragen, das gerade Familien eine "Stärkung in Heimat und Glauben" bieten soll. Inzwischen hat sich die Veranstaltung in der gut gepflegten Klosteranlage fest etabliert. So kamen trotz dicker Wolken auch diesmal hunderte Menschen aus der Region ans Kloster - einige auch ganz gezielt wegen der Musik. Die war einer der Aufhänger und ausschlaggebend für viele Menschen, mehrere Stunden über das Areal zu bummeln. Im Klostergarten war für die Musiker (es wurde überwiegend Blasmusik gespielt) eigens eine große Bühne aufgebaut worden.

Außerdem dienten zwei riesige, ausgemusterte Lasten-Fallschirme auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern über dem Haupt-Garten als Sonnen- und Regenschutz. "Höhepunkte des Festes sind unter anderem die Auftritte der Rheinland-Musikanten", erzählte Pater Felix Rehbock. Darüber hinaus unterhielten am Pfingstwochenende etwa das Salonorchester Kaarst, das königliche Harmonie-Orchester "Nordostwind" aus Belgien sowie die "Dyckerländer" mit teils zünftigen Musikeinlagen die Gäste. "Uns gefällt das sehr gut. Es ist gemütlich und schön zu hören", sagten Besucher wie Erika und Adolf Greis aus Anrath. Sie waren mehrere Stunden auf dem Gelände unterwegs und genossen die entspannte Atmosphäre beim Fest. Angetan waren sie auch vom Angebot der zehn Aussteller, die ihre Waren auf dem Klostergelände zum Kauf anboten.

Eine Ausstellerin war Ilse Wagner aus Mönchengladbach-Giesenkirchen, die mit einer außergewöhnlichen Geschenkidee viele neugierige Blicke auf sich zog. Sie fertigt in Handarbeit dekorative Anzüge für Wein- und Sektflaschen. Damit verwandelt sie die Flaschen in kleine Figuren. So präsentierte die Bastlerin etwa einen Feuerwehrmann, einen originalgetreu nachempfundenen Schützen in Uniform, einen Schornsteinfeger mit Hut und sogar eine Hochzeitsbraut - inklusive Handtäschchen - als Flaschen-Überzug. "Das ist mein Hobby. Ich nähe und fertige alles selbst. Die Feste und Märkte am Nikolauskloster sind für mich eine gute Gelegenheit, meine Artikel zu zeigen", berichtete Ilse Wagner.

Neben ihr waren noch einige andere Aussteller vor Ort, die unter anderem Schmuck und Deko für Haus und Garten anboten. Gefragt waren am Wochenende auch die Aktionen auf der Kinderspielwiese. Dort legten viele Familien einen Halt ein.

Quelle: NGZ
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