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Jüchen
Kolping-Werkstatt boomt: Viele spenden Fahrräder für Flüchtlinge

Jüchen. Die Kolpingsfamilie Otzenrath hatte dazu aufgerufen, Fahrräder für Flüchtlinge zu spenden. Die Resonanz war so groß, dass die beiden Garagen von Erwin Küpper mittlerweile zur Fahrradwerkstatt umfunktioniert werden mussten. Dort werden von Mitgliedern der Kolpingsfamilie Otzenrath rund um Erwin Küpper und Robert Boetzkes die gespendeten Fahrräder repariert und dann an Asylbewerber verschenkt. Erwin Küpper berichtet: "Wir haben schon mehr als 20 Räder instandgesetzt und 14 müssen noch repariert werden." Er holte auch bereits gespendete Fahrräder in Korschenbroich und Wevelinghoven ab. Er sagt: "Es hat sich herumgesprochen, und inzwischen bekommen wir von überall her Fahrräder gespendet, und das nicht mal nur von Mitgliedern der Kolpingsfamilie." Sogar Kinderräder seien dabei. "Begonnen hat alles vor einem Jahr, als sich etliche Vereine und Mitbürger über die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfe für Flüchtlinge am Runden Tisch Gedanken machten," berichtet Heinrich Küpper, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Otzenrath.

Der Runde Tisch war von der Gemeinde Jüchen initiiert worden und wurde Treffpunkt für Mitmenschen und Vereine, die helfen möchten und dies nicht alleine, sondern gezielt und mit gebündelten Kräften tun wollen. "Es wurde besprochen, welche Hilfe die Leute brauchen. Und der Kolpingsfamilie Otzenrath gelang es bereits im ersten Jahr, einer Flüchtlingsfamilie eine Wohnung zu beschaffen", erinnert Küpper und fügt hinzu: Seit Januar hätten Mitglieder der Kolpingsfamilie dem Asylkreis bereits zweimal beachtliche Spenden zukommen lassen. Und nun boome die Fahrradwerkstatt. Einige Asylbewerber wollen auch beim Reparieren helfen.

(kvm)
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