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Jüchen
Künstler "InDa" stellt Skulpturen und Bilder im Haus Katz aus

Jüchen. "Wer aufgibt, hat verloren", ist der Titel der gut besuchten Ausstellung des freischaffenden Künstlers "InDa", die heute im Haus Katz beendet wird. Dass der durch Professor Renate Hofmann-Lewandowski von der Fachhochschule Köln anerkannte Künstler dort ausstellte, fand Jüchens stellvertretender Bürgermeister Helmut Kreutz erfreulich: "Und so steht Jüchen jetzt in einer Reihe mit Städten wie Moskau, Paris, Barcelona, London, Berlin und Düsseldorf, wo ,InDa' auch schon ausgestellt hat."

Im Mai wurde "InDa" 60 und seit knapp einem Jahrzehnt ist der Künstler mit seinem Metamorphose-Atelier beheimatet in der ehemaligen Tuchfabrik von Schwarz und Klein an der Kölner Straße 72 in Jüchen. Zu dem denkwürdigen Titel seiner Ausstellung erklärte er: "Wer aufgibt, hat verloren - das kann man beziehen auf die momentan schwierigen Zeiten. Aber das würde auch mir so ergehen, wenn ich keine Kunst mehr machen würde."

"InDa" nennt seine Kunst "Recycle Art veredelt", denn er gibt Gegenständen aus dem Alltag, die er oftmals auf Flohmärkten oder in Abbruchobjekten entdeckt und vor der Vernichtung gerettet hatte, eine völlig neue Aussagekraft, indem er daraus Skulpturen, Metall- oder Holzobjekte, Bilder sowie zeitgeschichtliche Werke und Zyklusarbeiten gestaltet. Manchmal ist "InDa" politisch, gelegentlich gesellschaftskritisch und auch schon mal provokant.

Und er mag auch Persiflagen - etwa auf seine eigenen Arbeiten. "Oft arbeite ich auch mit Doppeldeutigkeit," erklärt er und weiß zu jedem der mehr als 50 Ausstellungsstücke in Haus Katz spannende oder auch amüsante Geschichten und Gedichte zu präsentieren. Etwa von dem "Stuhl, auf dem man nicht sitzen will". Denn dieser in den deutschen Nationalfarben gestaltete Stuhl ist mit jeder Menge Heftzwecken bestückt. Oder die ebenfalls in Schwarz, Rot und Gold gehaltenen Assemblage "Die Wende". Dabei handelte es sich um eine Wende aus einem abgerissenen Treppenhaus an der Düsseldorfer Rethelstraße. Manche Kunstwerke sprechen für sich - bei anderen findet der Betrachter Zugang über den Titel.

Und wie "InDa" mit bürgerlichem Namen heißt? Charmant, aber nachdrücklich erklärt der 60-Jährige: "Das ist nicht nötig zu wissen!" Den Namen "InDa" hatte er sich gegeben im Zuge seiner eigenen Metamorphose in den 1980er Jahren: "Ich spürte die Kunst in mir - schon in meiner Kinderzeit war große Kreativität da. Und so gab ich mir den Namen InDa."

(kvm)
 
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