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Jüchen
Lienenkämper bei Flüchtlingen in Hochneukirch

Jüchen. Hannelore Kraft hat immer noch nicht auf den offenen Brief einer Flüchtlingsgruppe aus Hochneukirch geantwortet. In dem Schreiben hatten die Flüchtlinge die Straftaten von Asylbewerbern in der Silvesternacht in Köln verurteilt und sich zur demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik bekannt. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte lediglich "ihre" Pressestelle antworten lassen. Doch der CDU-Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper besuchte die Flüchtlinge jetzt aber in Hochneukirch.

Er habe die Initiatoren des bemerkenswerten Briefes persönlich kennenlernen wollen, sagte Lienenkämper, der die Gruppe während ihres Deutschunterrichtes traf. Den organisiert der Asylkreis Hochneukirch regelmäßig im Familienzentrum St. Pantaleon in Kooperation mit der Gemeinde Jüchen und dem Katholischen Forum Mönchengladbach. Seit fast einem Jahr unterrichtet Gertrud Peltzer ehrenamtlich Flüchtlinge in der deutschen Sprache. Lienenkämper sei begeistert gewesen, wie gut er sich auf Deutsch mit den Flüchtlingen unterhalten konnte: Er sagte: "Die deutsche Sprache ist ein unerlässlicher Baustein für die Integration.

"Frau Peltzer und die Ehrenamtlichen des Familienzentrums gehören zu der Vielzahl an Mitbürgern, die sich in Jüchen, aber auch im übrigen Rhein-Kreis Neuss, stark in der Flüchtlingshilfe engagieren, indem sie viel Zeit und Kraft hierfür aufbringen. Diesem Einsatz gebührt mein Dank und hoher Respekt", sagte der Landtagsabgeordnete. Ein Lob sprach Lienenkämper Bürgermeister Harald Zillikens und seiner Verwaltung aus, "die mit Ruhe und sehr bedacht die Flüchtlingssituation bewältigen und es bislang sogar geschafft haben, bei der Unterbringung auf Sporthallen zu verzichten", betonte der CDU-Politiker.

(gt)
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