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Jüchen
Malteserhelfer haben teils selbst die Flucht erlebt

Jüchen. Ohne die ehrenamtlichen Helfer gäbe es keine Kleiderkammer in Jüchen. 14 Frauen im Alter zwischen 20 Jahren und 70 plus gehören zum festen Team, das sich vor allem seit dem vermehrten Zuzug von Flüchtlingen in der Gemeinde gebildet hat.

Das Besondere: Unter ihnen sind auch eine Hand voll Helferinnen und ein Helfer, die selbst oder deren Familien ebenfalls ein Flüchtlingsschicksal hinter sich haben. So helfen auch ein Schwarzafrikaner und mehrere deutsch-russische Spätaussiedler jede Woche beim Einsortieren der gespendeten Textilien und bei der Ausgabe an die Bedürftigen.

Doch der Raum, der für die Kleiderkammer in der ehemaligen Tuchfabrik Schwarz & Klein zur Verfügung steht, ist ausgesprochen begrenzt. Abhilfe kündigt sich aber an. Es soll jetzt einen zusätzlichen Lagerraum in der Industriebrache geben, wo die gespendete Winterkleidung im Sommer und anders herum die Sommersachen im Winter aufbewahrt werden sollen. Dazu müssen aber Umzugskisten gepackt und geschleppt werden. Die Malteser hoffen, dass sie für diese Arbeit von der Gemeinde Ein-Euro-Kräfte aus dem Projekt der Flüchtlingsbeschäftigung erhalten können.

Sachspenden sind in der Kleiderkammer zwar immer willkommen; es gibt aber auch böse Überraschungen: "Da wird ein Wäschesack abgegeben, und es sind nur schmutzige Windeln drin", berichtet Malteser-Helfer Ernst Pietschner und bittet ausschließlich um saubere und gut erhaltene Kleiderstücke und Schuhe.

(gt)
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