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Jüchen
Ministerpräsidentin Kraft will auf Flüchtlings-Brief antworten

Wir erklären die Anzeigen von Köln
Wir erklären die Anzeigen von Köln FOTO: Radowski
Jüchen. Auf Antwort von Landesmutter Hannelore Kraft wartet jetzt eine Flüchtlingsgruppe aus Hochneukirch. Sie hatte im Nachgang zu den Straftaten in der Silvesternacht in Köln in einem offenen Brief das Vorgehen von dortigen Asylbewerbern verurteilt und sich zu den demokratischen Grundwerten Deutschlands bekannt. Von Gundhild Tillmanns

Die Flüchtlinge in Hochneukirch sind allerdings auch in großer Angst und Sorge, dass sie wegen der Ereignisse in Köln unter Generalverdacht gestellt und Angriffen ausgesetzt werden könnten.

Auf Nachfrage unserer Redaktion bei Hannelore Kraft hieß es gestern: "Der Brief ist in der Staatskanzlei eingegangen und wird entsprechend beantwortet." Von der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die die Flüchtlinge ebenfalls angeschrieben hatten, gab es noch kein Signal. Der Jüchener Bürgermeister Harald Zillikens hat allerdings angekündigt, die Flüchtlinge in Hochneukirch zu besuchen. Den offenen Brief legte er in Kopie am Donnerstagabend auch den Mitgliedern des Hauptausschusses vor. Außerdem möchte Zillikens die Sorgen der Flüchtlinge bei der nächsten Bürger-Information am kommenden Mittwoch (ab 19 Uhr in Haus Katz) zum Thema machen.

Der Sprecher des Asylkreises Jüchen, Rolf Heimann, berichtet, als Reaktion auf den offenen Brief wolle die CDU Jüchen nun die Flüchtlinge in Hochneukirch besuchen. Er sagt: "Die Flüchtlinge bemerken einen deutlichen Stimmungsumschlag in der Bevölkerung, nachdem die tatsächlichen Ereignisse in Köln nach und nach bekanntgeworden sind." Es habe in dieser Woche wieder eine ganze Reihe von Neuankömmlingen im Flüchtlingscafé in Hochneukirch gegeben.

Die Flüchtlinge dort spürten ganz deutlich, dass auch ihnen seit Köln immer mehr Ablehnung aus der Bevölkerung entgegenschlage. Reimann sorgt sich denn auch, dass bei der anstehenden Bürgerversammlung am Mittwoch zum Thema "Flüchtlinge in Jüchen", wie bei der vorherigen, auch wieder ausländerfeindliche Äußerungen laut werden könnten.

Quelle: NGZ
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