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Jüchen
Nach dem Konzert gab es eine Einladung ins türkische Konya

Jüchen: Nach dem Konzert gab es eine Einladung ins türkische Konya
"Sounds of Anatolia" aus der Türkei gab ein beeindruckendes Konzert unter Leitung von Zeynep Bihter Cantürk im voll besetzten Forum der Sekundarschule. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. Da hielt es die Gäste des begeisternden interkulturellen Chorabends mit "Sounds of Anatolia" aus Konya und dem Jüchener Projektchor 007 nicht mehr auf den Stühlen. Und am Ende des Konzertes wünschten alle das Gleiche: Es könnte eine Schulpartnerschaft geben zwischen der türkischen Schule "Cimento Güzel Sanatlar" ("Schule der schönen Künste") und der Jüchener Gesamtschule. Denn es gibt jetzt eine Gegeneinladung in die Türkei, die Schuldirektor Mehmet Emin nach Konya aussprach. Von Karin Verhoeven-Meurer

Die stellvertretende Schulleiterin der bis zu den Sommerferien noch Sekundarschule Jüchen, Susanne Schumacher, bot eine Schul-Partnerschaft auch beim Konzert erneut an. Wie berichtet, war dies bereits Thema beim morgendlichen Empfang in der Schule gewesen. Bekräftigt wurde dieser Wunsch nun nach dem überwältigenden und unter die Haut gehenden gemeinsamen Finale des Projektchors "007" unter Leitung von Dr. Matthias Regniet und des höchst professionellen, 41 Stimmen umfassenden Chores mit Orchester "Sounds of Anatolia" mit der jungen Leiterin Zeynep Bihter Cantürk. Die gemeinsame Sprache sei die Musik ,und die überwinde auch in den derzeit politisch unsicheren Zeiten alle Schwierigkeiten, wiederholte Schumacher ihre Worte vom Vormittagsempfang. Und Konservatoriumslehrer Ersan Bilgin appellierte beim Konzert an das Publikum: "Lassen Sie sich nicht von negativen Gedanken lenken. Wir wollen alle nur den Frieden." Schuldirektor Mehmet Emin sagte: "Wir möchten Akzeptanz, Frieden, Respekt und vor allem Gerechtigkeit." Und er stellte fest: "Egal, welcher Ethnie und Religion wir sind, die Musik verbindet uns."

Sükür Polat, der gebürtig aus Konya stammt und in Neuss den "Raum der Kulturen" leitet, war ebenfalls unter den Gästen. Er hatte gemeinsam mit Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens, Serin Alma, der Vorsitzenden des Türkisch-Deutschen Freundeskreises, und Chorleiter Matthias Regniet viel Zeit und Energie investiert, diesen interkulturellen Kunstgenuss in Jüchen möglich zu machen.

Quelle: NGZ
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