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Jüchen
Neue Hoffnung für Tempo 30 in Jüchen

Jüchen: Neue Hoffnung für Tempo 30 in Jüchen
Die Ein- und Ausfahrten gestalten sich an den Verbrauchermärkten entlang der viel befahrenen B 59 äußerst schwierig. FOTO: Anja Tinter
Jüchen. Für die B 59-Ortsdurchfahrt und für Aldenhoven soll das zuständige Straßenverkehrsamt erneut eine Geschwindigkeitsbegrenzung prüfen. Von Gundhild Tillmanns

Tempo 30 für eine Hauptortsdurchfahrt - das schien bis vor Kurzem noch eine absolute Unmöglichkeit für die B 59 durch Jüchen. Auch jüngste Bemühungen durch den CDU-Ortsverband waren beim Straßenverkehrsamt mit dem Hinweis auf die Gesetzeslage abgelehnt worden. Jetzt scheinen die Zeichen der Zeit aber plötzlich anders zu stehen: Im nächsten Verkehrsausschuss der Gemeinde Jüchen steht das Thema "Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt B 59" an prominenter Stelle auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung.

Denn Hoffnung für "Tempo 30 durch Jüchen" gibt jetzt laut Gemeindeverwaltung eine neue Studie des Bundesamtes für Umwelt zu Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen. Vor dem Hintergrund dieser Studie hat die Gemeinde Jüchen das Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss erneut um Prüfung gebeten, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h möglich ist. Als Argumente dafür wird die Verkehrsbelastung auf der B 59 angeführt, die in Jüchen mittlerweile einen Durchschnittswert von mehr als 11.000 Fahrzeugen täglich erreiche. Außerdem verweist die Verwaltung auf die vielen Kies- und Erdtransporter, die aus dem Tagebau von der Grubenrandstraße, über die Kölner Straße/B 59 die Ortsdurchfahrt zusätzlich belaste. "Die Anwohner sind durch das stetig steigende Verkehrsaufkommen einer erheblichen Lärmbeeinträchtigung und Luftschadstoffbelastung ausgesetzt", verdeutlicht die Gemeinde Jüchen dem Straßenverkehrsamt.

Außerdem wird auf die Schulwegsituation verwiesen und auf die Tatsache, dass es an der B 59 keinen durchgehenden geschützten Radweg gibt, allerdings Rücksicht auf mehrere Bushaltestellen genommen werden muss. Und als ein weiteres Argument für die Geschwindigkeitsbeschränkung von bisher 50 auf dann 30 km/h wird die komplizierte Ein- und Ausfahrtsituation von den Verbrauchermärkten an der Kölner Straße in den fließenden Verkehr auf der B 59 angeführt.

Neben dem Antrag auf eine Tempo-30-Zone für die Ortsdurchfahrt Jüchen wird sich der Verkehrsausschuss auch mit gleich drei Anträgen beschäftigen, ebenfalls für Aldenhoven Tempo 30 zu verfügen. Zuletzt hatte die SPD-Fraktion diesen Antrag gestellt.

Zuvor hatte die Anwohnerin Verena Gockel aus der Schlossstraße, wie wir ebenfalls berichteten, bereits eine Verkehrszählung für Aldenhoven und die Geschwindigkeitsbegrenzung angeregt. Ihren Antrag hatte CDU-Ratsherr Karl-Heinz Keßel im vergangenen Jahr unterstützt.

Sozusagen als "Paket" hat die Gemeindeverwaltung jetzt alle Anträge zu Aldenhoven zur Überprüfung dem Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss mitsamt der Messergebnisse aus dem Jahr 2016 vorgelegt. Es soll aber in diesem Monat eine weitere Verkehrszählung in Aldenhoven erfolgen, informiert die Verwaltung. Erst dann werde das Straßenverkehrsamt über eine mögliche Tempo-30-Begrenzung für diesen Ortsteil entscheiden.

Quelle: NGZ
 
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