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Jüchen
Neue Küsterin für zwei Pfarrkirchen

Jüchen: Neue Küsterin für zwei Pfarrkirchen
Beata Staehr betreut als Küsterin die beiden Pfarrkirchen in Gierath und Bedburdyck. Die 54-Jährige lebt in Damm. FOTO: A. Woitschützke
Jüchen. Beata Staehr (54) aus Damm hat die Küster-Aufgaben sowohl für die Gierather als auch die Bedburdycker Kirche übernommen. Von Carsten Sommerfeld

In der Gemeinschaft der Gemeinden Jüchen hat eine neue Küsterin ihre Arbeit aufgenommen. Beata Staehr aus Damm betreut jetzt die beiden Pfarrkirchen St. Martinus in Gierath und St. Martinus Bedburdyck. Bislang hatten diese Arbeiten zwei Frauen übernommen - Regina Specken und Margret Rehli, die beiden sind Zwillingsschwester.

"Ich hätte nicht gedacht, dass mein Aufgabenbereich so vielseitig ist", erklärt ihre Nachfolgerin Beata Staehr. Die 54-Jährige stammt aus Schlesien, sie kam vor und 30 Jahren nach Deutschland und lebt in Damm. Beata Staehr ist verheiratet und hat eine Tochter. Seit Jahren kenne sie die bisherige Bedburdycker Küsterin. "Als ich wusste, das die beiden Küsterinnen in Ruhestand gehen, habe ich mir gedacht, ich könne versuchen, in ihre Fußstapfen zu treten", erzählt die gelernte Gartenbautechnikerin. "Ich habe mich gemeldet, und es hat geklappt."

Pfarrer Ulrich Clancett ist froh, dass die Nachfolge geklärt ist. "Es ist nicht leicht, einen Küster zu finden", sagt er. Dabei sei die Aufgabe sehr wichtig: "Es braucht einen Menschen, der sich um ein Gotteshaus kümmert, der dafür sorgt, dass alles bereitsteht, dass die Heizung läuft, die Kerzen brennen. Tausend Kleinigkeiten sind nötig, damit wir einen schönen Gottesdienst feiern können", betont Clancett. In Otzenrath, Aldenhoven und Garzweiler übernehmen laut Clancett Ehrenamtler den Küsterdienst.

Beata Staehr sei, wie Ulrich Clancett erläutert, seit ihrer Kindheit mit den gottesdienstlichen Gebräuchen und Abläufen vertraut. "Sie ist die Frau, die wir brauchen."

Nun ist Beata Staehr regelmäßig in den beiden katholischen Gotteshäusern in Gierath und Bedburdyck zu finden. Sie schließt die Kirchen auf, bereitet die Gottesdienste vor, sorgt für den Blumenschmuck. Zudem müssen Hostien und Kerzen rechtzeitig bestellt werden. Und natürlich müssen die Altardecken und die Messgewänder gewaschen beziehungsweise in die Reinigung gebracht sowie gebügelt werden. Gestern holte sie in Jüchen für die beiden Kirchen die zuvor in der Chrisammesse im Aachener Dom geweihten Heiligen Öle. "Viele Menschen wissen gar nicht, was eine Küsterin alles macht", sagt Beata Staehr, die von sich erklärt: "Ich lerne noch."

Vor den Ostertagen hat sie in den beiden Gotteshäusern gründlich gereinigt - von den Bänken bis zu den Kerzenständern. Und vor Palmsonntag stand sie vor der Herausforderung, den Buchsbaum zu besorgen, schließlich sind viele Pflanzen vom Zünsler befallen. Doch auch das hat geklappt, über Bekannte habe sie das Grün erhalten. Da in Deutschland Palmzweige rar sind, werden in diesen Breitengraden am Palmsonntag Buchsbaum und andere Pflanzen verwendet.

Natürlich steht die neue Küsterin mit zahlreichen Menschen aus den beiden Pfarren in Kontakt, etwa mit Seelsorgern, Messdienern und vielen anderen. "Es ist schön, mit vielen Menschen zu tun zu haben. Man kann viel von anderen lernen."

Quelle: NGZ
 
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