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Jüchen
"Otzenrath Classic" begeistert viele Liebhaber alter Autos

Jüchen: "Otzenrath Classic" begeistert viele Liebhaber alter Autos
Otzenrath war gestern Treffpunkt zahlreicher Auto-Fans - etwa 100 alte Fahrzeuge, mehr als vor zwei Jahren, wurden gezeigt. FOTO: A. Baum
Jüchen. Rund 100 "alte Schätzchen" waren bei der fünften Auflage der sehr gut besuchten "Otzenrath Classics" gestern zu bewundern - einige Fahrzeuge mehr als bei der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren. Von Karin Verhoeven

Einer der heimlichen Stars war die BMW Isetta 250 von Joseph Château aus Bedburdyck, der mit seinem Enkel Moritz Schmitz (9) in diesem kleinsten PKW der Ausstellung angereist war. "Meine Isetta ist von 1962, also eine der letzten, die gebaut wurden, und hat zwölf PS". Früher wurde dieses Auto auch ganz einfach "Knutschkapsel" genannt, erklärte Château, der das alte Schätzchen seit 17 Jahren besitzt und in früheren Jahren gelegentlich damit in Grevenbroich Rennen fuhr.

Der Großvater und sein Enkel begeisterten sich in Otzenrath auch für andere alte Schätzchen - etwa die vier Trecker, mit denen Felix Müllers, Michael Dellen, Pascal Schake Patrick Schake schon morgens gegen neun Uhr aus Viersen- Dülken angereist waren. Die vier Oldtimer--Freunde waren ebenfalls erstmals der Einladung des veranstaltenden Otzenrather Kanonenzuges gefolgt und präsentierten einen Hanomag brillant 601 von 1969, einen Ursus C45, Baujahr 1956, einen Lanz Bulldog D20 16 ebenfalls von 1956 und einen viel bestaunten Deuliewag DA 18 von 1938.

Beim Frühschoppen an den Fahrzeugen gab es reichlich Gelegenheiten für "Dieselgespräche" mit den Fahrzeughaltern - fast ausnahmslos "Schrauber" wie Dirk Strauch, der mit vier Opel vor Ort war - etwa einem Ascona 400 von 1979. Der 42-Jährige berichtete: "Im Originalzustand hat es davon nur 400 Exemplare gegeben."

Echte Hingucker waren auch die zwei "Citroen Gangsterlimousinen" von Helmut Klebula aus Otzenrath und Toni Mirbach aus Aachen. Klebula erklärte stolz: "Mein Citroen Avant 11 CV-BN von 1953 ist original und nicht restauriert." Kinder wie Moritz Schmitz oder auch die Zwillinge Tom und Tim Fischermann aus Holz (alle 9) genossen die Rundfahrten mit einer Güldner Zugmaschine von 1967 zum Mongshof oder ließen sich von auf der Mini-Eisenbahn durchs Gelände kutschieren.

Bei der Eröffnungsrede der vom Kanonenzug unter dem Dach und Schirmherrschaft der Dorfgemeinschaft organisierten Veranstaltung erinnerte Hermann-Josef Weidemann an den 2010 verstorbenen Günter Neuhof, der die Idee zu den "Otzenrath Classics" hatte.

Quelle: NGZ
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