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Jüchen
Otzenrather Männer-Kochclub kocht gern rustikale Speisen

Jüchen. Eher Rustikales kommt beim Kochclub II der Männer in Otzenrath auf den Tisch. Im Judas-Thaddäus-Haus treffen sich jeden zweiten Dienstag im Monat rund zwölf Otzenrather zwischen 42 und 81 Jahren und genießen ihr gemeinsames Kochen.

Das Heraussuchen des Rezeptes und das Einkaufen der Zutaten (es gibt Hähnchenauflauf "Bunte Wiese") hat diesmal Hans Wienands übernommen. Eifrig schleppt er die Zutaten in das Judas-Thaddäus-Haus und heizt den Backofen vor. Kochen ist dem pensionierten Heilerziehungspfleger nicht fremd. "Ich habe in Hephata gearbeitet und täglich in einer Wohngemeinschaft gekocht", erzählt der Otzenrather.

Heinz Behr (81) gehört zu den Gründern des Kochclubs, der seit zehn Jahren im neuen Ort zusammenkommt. "Doch unsere Anfänge haben wir schon vor 30 Jahren im Pfarrheim des alten Dorfs gemacht, wo Manfred Schwieren als gelernter Koch den Hut aufhatte", erinnert sich Behr. Winfrid Claßen (52) ist im neuen Ort von Anfang an dabei. Er steht am Herd und brät das Geschnetzelte an. Hermann Josef Felten (42) kocht auch zu Hause, gehört aber im Team der Männer eher zu den Beiköchen, die Zwiebel, Champignons und Gemüse schälen und schnibbeln. Heinz-Bert Thelen, Lothar Scheufen, Peter Sieben, Marc Schrörs und Arno Lorenz verstehen sich blind und übernehmen das Decken des Tisches und das Verteilen der Kaltgetränke.

"Vegetarier haben wir keine", erzählt Behr. Wienands gesteht, keinen Spinat zu mögen. "Aber Salat essen wir alle gerne". Trotzdem gibt es diesmal keinen. Beim Anbraten des Hähnchengeschnetzelten achtet Claßen auf die Farbe: "Ob Öl oder Butter, das ist egal. Aber die Röst-Aromen sind uns wichtig". Thelen holt die Auflaufformen heraus und platziert sie gefettet auf dem Kochfeld, wo sie mit bunten Nudeln, Geflügel, Gemüse, Zwiebeln und Pilzen gefüllt werden. Salz, Pfeffer, Sahne und Schmelzkäse ergänzen die "Bunte Wiese". Behr und Wienands widmen sich der Nachspeise. "Heute gibt's Schockobudding", erzählt Behr. Das alles geschieht ohne große Absprachen.

Der Club kocht eher ländlich. Ein zweiter sei kleiner, trifft sich seltener und koche exquisiter. "Wir achten weder auf Kalorien noch auf Deko. Dafür kommen im Anschluss die Karten auf den Tisch und es wird gespielt und ein bisschen gequatscht", berichtet Arno Lorenz, der wie seine Kollegen ungern ein Treffen verpasst.

(uwr)
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