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Jüchen
Rebesgrün: Partnerschaft soll wieder aufleben

Jüchen. Seit 1992 sind Jüchen und Rebesgrün ein Paar. Viele Jahre lang gehörte die Partnerschaft auf Distanz zum Beziehungsalltag. Doch im Laufe der Jahre haben sich die Partnerstädte auseinandergelebt. Zwar stattete Bürgermeisterin Margarete Kranz dem 1200-Seelen-Dorf im Vogtland 2008 einen Besuch ab. Dennoch liegt die Beziehung seit 2001 liegt die Beziehung mehr oder weniger auf Eis. Von Sabine Wotzlaw

"Das liegt zum einen wahrscheinlich an der großen Entfernung, zum anderen aber auch daran, dass es mehrmals einen Bürgermeisterwechsel gab", sagt Christfried Strobel, Ortsvorsteher von Rebesgrün. Doch nicht nur die Partnerschaft auf Distanz sei schuld, dass die Beziehung eingeschlafen sei. "Die Euphorie der Wendezeit ist abgeebbt", sagt Strobel. Nicht zuletzt seien auch die Finanzlage Jüchens und Rebesgrüns mit schuld.

Doch die Beziehung soll schon bald wiederbelebt werden: Beim Neujahrsempfang in Jüchen hatte Strobel den Wunsch geäußert, die Verbindung wieder zu intensivieren. Strobels Wunsch soll nun entsprochen werden: Der Jüchener Kultur- und Partnerschaftsausschuss hat den Rat der Gemeinde Jüchen beauftragt, die Partnerschaft zu Rebesgrün wieder aufleben zu lassen, mit dem Hintergrund, Kontakte in die östlichen EU-Länder zu bekommen.

"Wir wollen mit Hilfe von Auerbach versuchen, Kontakt zu Polen und zu Tschechien zu bekommen", erläutert Wilfried Unrein, Vorsitzender des Jüchener Kultur- und Partnerschaftsausschusses, die Entscheidung. Ziel sei es, dass sich Menschen und Kultur besser kennenlernten und ein Verständnis füreinander entwickelten.

Doch warum läuft die Beziehung zur französischen Partnerstadt Leers so gut? "Man kann sich nicht um zwei Partnerschaften gleichzeitig bemühen", begründet Unrein. Dafür fehle die Zeit und auch das Geld. "Viele waren sich nach der Eingemeindung Rebesgrüns in die Stadt Auerbach uneinig, ob überhaupt noch eine Partnerschaft zwischen Jüchen und Rebesgrün bestehen darf, da auch die Stadt Grevenbroich mit Auerbach verpartnert ist", erzählt Unrein.

Doch es habe Gespräche gegeben und die Bedenken seien ausgeräumt worden. Christfried Strobel hat Bürgermeister Harald Zillikens für Mitte Mai zu einem Oldtimertreffen nach Rebesgrün eingeladen: "Dort werden wir sehen, wie es weitergeht", sagt Strobel. Bürgermeister Harald Zillikens signalisierte, die Einladung annehmen zu wollen, sofern es keine Terminüberschneidungen gebe. "Wir müssen uns nochmal unterhalten."

Quelle: RP
 
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