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Jüchen
Rekord: In elf Minuten zum Sportabzeichen

Jüchen: Rekord: In elf Minuten zum Sportabzeichen
Engagierte sich auch als Helfer beim Weitsprung: Hermann-Josef Stefes. Der 32-Jährige absolvierte das Sportabzeichen gestern in Rekordzeit. Er hat gerade einmal elf Minuten und elf Sekunden gebraucht. FOTO: lothar berns
Jüchen. Trainer Hermann-Josef Stefes vom VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler knackte gestern einen Weltrekord: Er schaffte es, das Deutsche Sportabzeichen in Blitzgeschwindigkeit zu absolvieren. Überhaupt kamen sehr viele Sportler zum Aktionstag. Von Christian Kandzorra

Es ist eine unglaubliche Leistung: In nur elf Minuten, elf Sekunden und neun Millisekunden stieß Hermann-Josef Stefes beim Sportabzeichentag in Jüchen einen Medizinball, nahm am Weitsprung teil, sprintete 100 Meter und lief zusätzlich noch drei Kilometer - die ganze Zeit begleitet von einem Kameramann. Denn: Stefes' Leistung musste bis ins Detail dokumentiert werden. Nur wenn sich lückenlos nachvollziehen lässt, dass er nicht getrickst hat, wird seine Leistung auch offiziell anerkannt. Der 32-Jährige ist sich aber sicher: Er hat mit den elf Minuten und elf Sekunden, in denen er das Sportabzeichen gemacht hat, einen neuen Weltrekord aufgestellt. "Der bisherige Rekord lag bei elf Minuten und 18 Sekunden. Das habe ich immerhin um sieben Sekunden getoppt", sagt Stefes stolz.

Er hofft jetzt, dass die Entscheidungsträger die Dokumentation der Aktion akzeptieren und sein Blitz-Sportabzeichen offiziell als Rekord anerkannt wird. Normalerweise, sagt der Sportwissenschaftler, wäre er noch schneller gewesen, diesmal habe er aber für den 3000-Meter-Lauf länger gebraucht als sonst. Für seine Leistungen erntete der Mönchengladbacher, der als Trainer im Verein VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler aktiv ist, bei den Sportlern jedoch jede Menge Respekt.

Als am Mittag bereits deutlich mehr als 100 Sportler den Aktionstag in und auf den Sportanlagen an der Stadionstraße besucht hatten, stand fest: Der gesamte Tag ist diesmal deutlich erfolgreicher als noch im Vorjahr: Damals konnten die Organisatoren vom Gemeindesportverband (GSV) lediglich 75 Sportler beim Aktionstag registrieren.

Die starke Teilnehmerzahl ist wohl auch dem Engagement zweier Sportlehrer des benachbarten Gymnasiums geschuldet, die mehr als 20 Schüler von der Bedeutung des Abzeichens überzeugt hatten. Schüler und Lehrer beteiligten sich gestern aktiv. Das ließ die Teilnehmerzahl steigen - zur Freude der Organisatoren, die betonen, wie wichtig es ist, dass Menschen schon in jungen Jahren an den Sport herangeführt werden. "Das ist gerade aus gesundheitlicher Sicht wichtig", sagte GSV-Vorsitzender Heinz Kiefer, der mit Blick auf die Sportstätten-Infrastruktur an der Stadionstraße von einer "sehr guten Basis" für den Aktionstag sprach.

Tatsächlich hatten es die Teilnehmer leicht: Sie konnten an einem Tag und an einem Ort alle Disziplinen in den Kategorien Ausdauer, Koordination, Kraft und Schnelligkeit absolvieren und gleichzeitig im benachbarten Hallenbad ihre Schwimmfähigkeit unter Beweis stellen. "Viele wollen sich auch einfach nur ans Abzeichen herantasten", erzählte GSV-Geschäftsführerin Sandra Koglin. Bis zum Ende des Jahres haben Interessierte Zeit, das Abzeichen bei den lokalen Sportvereinen abzulegen und sich Bronze, Silber oder Gold zu sichern. Mit ihrer Leistung deutlich verbessern konnte sich diesmal etwa Frauke Sonntag aus Jüchen, die mit ihrem Mann Christian und ihrer Tochter Flora zum Aktionstag gekommen war. "Wir sehen das als eine Art Sonntagsausflug und machen mit, weil es uns Spaß macht, Sport zu treiben", sagte die 42-Jährige.

Quelle: NGZ
 
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