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Jüchen
Schlossfrühling lockt 10.000 Besucher an

Jüchen: Schlossfrühling lockt 10.000 Besucher an
Vor der Kulisse des historischen Wasserschlosses ließen sich viele Gartenfreunde bei herrlichem Wetter von den Ausstellern inspirieren. FOTO: lothar berns
Grevenbroich. Rund 130 Aussteller sorgten auf dem weitläufigen Areal um Schloss Dyck für Vielfalt. Schwerpunkt der Veranstaltung war der Gartenbau mit Pflanzen und Accessoires. Die Verkaufsfläche wurde gegenüber dem Vorjahr vergrößert. Von Christian Kandzorra

Für die Organisatoren um Ulla Illbruck von der Stiftung Schloss Dyck war der Schlossfrühling in diesem Jahr vor allem eines: eine wetterbedingte Zitterpartie. Beim Aufbau gab es Verzögerungen wegen Sturm "Niklas", der die aufgebauten Stände gnadenlos weggefegt hätte - und bis zum Schluss sprach auch der Wetterbericht keine eindeutige Sprache. Aber es ist gut gegangen, vor allem der Sonntag lockte mit jeder Menge Sonnenschein Besucher an. Insgesamt kamen rund 10 000 Menschen, etwa so viele wie 2014, zum dritten Schlossfrühling auf dem 60 Hektar großen Gelände um das historische Wasserschloss. Der Schwerpunkt lag auch diesmal wieder auf dem Gartenbau.

"130 Aussteller aus ganz Deutschland stellen auf dem Gelände ihre Produkte aus. Weil jetzt die Pflanzzeit beginnt, wollen wir den Besuchern natürlich viel Inspiration bieten", sagt Organisatorin Ulla Illbruck, die die Anmeldungen für den Schlossfrühling das ganze Jahr über sammelt.

Immer wieder kommen neue Aussteller dazu. So wurde die Verkaufsfläche in diesem Jahr etwa mit der "Lindenallee" im Eingangsbereich erweitert. Dort standen bereits Frühblüher wie Primeln oder - passend zum Wochenende - Osterglocken in voller Blüte und machten Lust aufs Grüne.

"Wir richten uns natürlich an Menschen mit einem grünen Daumen. Aber auch Familien mit Kindern sollen beim Schlossfrühling nicht zu kurz kommen", betonte Illbruck, die sich mit der Resonanz sehr zufrieden zeigte. Die Kinder wurden von zwei Osterhasen beschenkt, die mitunter bunte Eier und Süßigkeiten auf dem Gelände versteckten.

Gute Augen und Konzentration waren bei der Suche gefragt - genauso wie am Stand von Marion van der Sant, die den Besuchern live zeigte, wie sie zum Beispiel aus Kirschlorbeerzweigen schöne Kränze stecken können. "Die meisten Zweige landen nach dem Grünschnitt im Müll. Ich möchte den Besuchern zeigen, was sich daraus noch zaubern lässt", sagt die Floristin, die zum ersten Mal am Schlossfrühling teilnahm und sich begeistert von der schönen Kulisse zeigte. "Die Menschen sind neugierig und bringen viel Zeit mit", beobachtet van der Sant, die ihnen vor allem einen Satz ans Herz legte: "Es geht darum, etwas zu gestalten - und nicht zu verdekorieren."

Damit machte Marion van der Sant auf einen Trend aufmerksam, der in diesem Jahr stark auf dem Vormarsch ist: Viele Gartenfreunde halten ihre Beete relativ schlicht, ohne pompöse Dekoration. Das ist ebenso "in" wie Pastellfarben, die auch beim Schlossfrühling stark gefragt waren. Natürlich konnten sich die Besucher auf dem Markt perfekt mit allem Garten-Zubehör ausstatten lassen - auch speziell für die Frau gab es so einiges: "Ich präsentiere eine Damen-Garten-Arbeitskleidung der Kollektion ,Garden Girl'. Sie stammt von einer schwedischen Designerin", zeigt etwa Ausstellerin Manuela Dollberg, die mit den femininen Gartenaccessoires für amüsante, aber auch für durchaus interessierte Reaktionen sorgte.

Quelle: NGZ
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