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Jüchen
Schnelles Netz als Standortvorteil

Jüchen: Schnelles Netz als Standortvorteil
Natalie und Alexander Lichtenwald mit Harald Zillikens. FOTO: Berns
Jüchen. Die erste Familie in Jüchen ist jetzt ans neue Glasfasernetz angeschlossen.

Seit März laufen die Arbeiten, um den Jüchenern eine schnellere Internetverbindung zu ermöglichen. Die erste Familie im Rhein-Kreis, die an das Netz angeschlossen wurde, kommt aus Jüchen. Familie Lichtenwald lebt am Nelly-Sachs-Weg und hat drei Kinder, zwei von ihnen sind bereits volljährig und das vierte ist unterwegs.

Über die schnellere Verbindung freuen sie sich sehr. "Wir nutzen das Internet hauptsächlich über den Fernseher", sagt Familienvater Alexander Lichtenwald. Die Familie nutzt die Apps über den Smart-TV. Die technische Entwicklung überschlägt sich, neue Angebote und Nutzerverhalten erfordern mehr Speicherkapazitäten und eine schnellere Datenübertragung. Bürgermeister Harald Zillikens spricht von einer "völlig neuen Infrastruktur" in Jüchen und freut sich über die Standortvorteile.

"Die Kriterien haben sich verändert: Wer sich heute für Bauland interessiert, möchte zunächst auch einmal wissen, wie viel Bandbreite zur Verfügung steht." Die Lichtenwalds surfen nun mit einer Bandbreit von 100.000 Kilobit pro Sekunde. Das ist etwa fünfmal schneller als eine DSL-Verbindung. Und das, betont Sarah Driesen, die bei der Deutschen Glasfaser für den Vertrieb verantwortlich ist, mit einer ebenso schnellen Upload- wie Download-Geschwindigkeit, was besonders für Freiberufler interessant sei, die das heimische Internet auch beruflich für die Übertragung von größeren Datenmengen nutzen möchten. Auch Bürgermeister Zillikens wünscht sich privat ein schnelleres Internet. "Leider wohne ich außerhalb des Glasfasergebiets." Immerhin bis zu 10.000 Haushalte können zunächst mit dem Turbointernet versorgt werden.

Aber nicht allen gefallen die Tiefbauarbeiten in der Gemeinde. Das weiß auch der Bürgermeister, der versichert, nach den Bauarbeiten werde alles wieder wie vorher aussehen. Alexander Lichtenwald hat von dem Ausbau nichts mitbekommen. "Ich bin morgens aus dem Haus und abends war alles schon erledigt," freut sich der Anwohner.

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