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Jüchen
Schon 100 Fahrräder für Flüchtlinge fit gemacht

Jüchen. Da zur Zeit wieder neue Asylbewerber in die Gemeinde kommen, ist die Arbeit der immer noch zahlreichen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer nicht weniger geworden. Kleine und große Erfolge mischen sich mit Problemen und Sorgen.

Am Dienstag konnte das Fahrradteam des Asylkreises Hochneukirch das 100. gespendete und von der Kolpingsfamilie Otzenrath in Stand gesetzte Fahrrad an einen Flüchtling übergeben. Die Mobiltät zahlreicher Asyl Suchender ist dadurch schon erheblich erhöht worden. Für die gespendeten, aber noch nicht reparierten, Fahrräder steht jetzt eine weitere Garage zur Verfügung, die zusammen mit den Radfreunden Jüchen genutzt wird. Der Asylkreis Hochneukirch bittet weiter um Fahrradspenden. Melden können sich die Spender bei Erwin Küpper von der Kolpingsfamilie Otzenrath unter 02165 879600.

Der Deutschkursus von Gertrud Peltzer konnte wieder Flüchtlinge mit Erfolg durch die A1-Sprachprüfung vor dem Goethe-Institut bringen. Solche Lernenden oder sich in Berufsvorbereitung befindlichen Menschen haben ein großes Problem, sofern sie noch in den Flüchtlingsunterkünften wohnen: Sie werden ständig durch andere, die noch nicht in solchen Maßnahmen sind, gestört. Eine Lösung bestünde darin, die betreffenden Personen so umzugruppieren, dass in ruhigerer Umgebung gelernt werden kann. Die Integrationsstelle im Rathaus hat eine Prüfung dieser Möglichkeit zugesagt.

Große Sorge bereitet den Flüchtlingshelfern die Abschiebepraxis für Asylsuchende vom Balkan. Sie beobachten, dass Familien abgeschoben werden, die bereits ihren Unterhalt selbst verdienen, Deutsch sprechen, sich um Integration bemüht haben und deren Kinder Erfolge in der Schule vorweisen können.

Die Wohnungssuche für bereits anerkannte Flüchtlinge gestaltet sich nach wie vor schwer. Es gebe kaum Wohnraum, der angeboten werden könne. Ausnahmen seien Mietangebote "menschlich denkender Mitbürger". In diesen Fällen garantiert das Jobcenter die Kaution und zahlt die Miete in einem gewissen Rahmen, bis die Mieter selbst Arbeit gefunden haben.

Quelle: NGZ
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