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Jüchen
Spielstraße wird nicht weiter ausgebaut

Jüchen. Verwaltung sagt, dass die Anwohner der Hildegard-von-Bingen-Straße selbst zu schnell fahren.

Der Anwohnerprotest gegen Raser in der Hildegard-von-Bingen-Straße wird auch zum Thema in der nächsten öffentlichen Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses am kommenden Montag. Wie wir berichteten, fordert eine Anwohnerinitiative eine weitergehende Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsmessungen dieser Straße, mit dem Hinweis, dass dort viele Familien mit kleinen Kindern leben.

Allerdings geht die Gemeindeverwaltung davon aus, "dass sich in diesem Bereich fast ausschließlich Anlieger bewegen. Es ist kein Durchgangsverkehr vorhanden. Die gefahrenen Geschwindigkeiten werden im Wesentlichen von den Anwohnern selbst erzeugt", so steht es in der Vorlage zum Verkehrsausschuss. Auch Bürgermeister Harald Zillikens hatte dies bereits im Sozialausschuss so dargelegt und eine Bürgerinformation über die Straßenverkehrsordnung für die Anwohner angeregt.

Dem Anwohnerwunsch nach weiteren Geschwindigkeitsmessungen möchte die Gemeindeverwaltung trotzdem nachkommen. Sie lehnt aber weitere bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigungen ab. Diese Anliegerstraße sei bereits nach dem modernsten technischen Stand ausgebaut, hatte Dezernent Oswald Duda bereits ausgeführt. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss soll nun beschließen, "keine baulichen Maßnahmen im Bereich der Hildegard-von-Bingen-Straße vorzunehmen, sondern stattdessen durch wiederholten Einsatz des Geschwindigkeitsmessgerätes sowie in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde und dem Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss die Verkehrsteilnehmer für die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit zu sensibilisieren", heißt es in der Beschlussvorlage.

Sollten die Kommunalpolitiker zustimmen, dann würden die von der Anwohnerinitiative beantragte "baugestalterische Nachbesserung des verkehrsberuhigten Bereiches in Form ergänzender, geschwindigkeitsdämpfender Maßnahmen" abgelehnt. Die Beschwerdeführer hatten zudem angeregt, Fahrbahnaufwölbungen, Fahrbahnschwellen, punktuelle Plateau-Aufpflasterungen und Fahrbahneinengungen in der Hildegard-von-Bingen-Straße einzubauen. Die Verwaltung argumentiert aber, der Wechsel der Fahrbahnoberfläche zwischen der Konrad-Duden-Allee (Asphaltbauweise) und der Hildegard-von-Bingen-Straße (Pflasterbauweise) signalisiere bereits optisch eine typische Ausbauweise für einen verkehrsberuhigten Bereich. Die Beschilderung sei mit den entsprechenden Verkehrszeichen ausgewiesen. Darüber hinaus seien die Parkbuchten als weiteres verkehrsberuhigendes Element alternierend angeordnet.

(gt)
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