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Jüchen
Sport ist Jugendlichen in der Freizeit wichtig

Jüchen: Sport ist Jugendlichen in der Freizeit wichtig
Sie powern sich nach der Schule beim Fußball aus: Jugendliche der D-Jugend des SV Bedburdyck-Gierath zeigen, dass sie eine starke Gemeinschaft sind. FOTO: salz
Jüchen. Nach der Schule treiben viele der 1843 Zehn- bis 17-Jährigen aus dem Gemeindegebiet Sport. Musikbands spielen kaum noch eine Rolle. Von Christian Kandzorra

Warmlaufen, dann ein bisschen Koordination, später Torschießen und dann noch ein Spiel - das alles steht beim SV Bedburdyck-Gierath auf dem Trainingsplan. Dabei können sich die Fußballer ordentlich auspowern. Nach dem Schultag ist das Kicken auf dem Platz für viele der Jugendlichen eine willkommene Abwechslung. "Ich komme meistens von den Hausaufgaben oder vom Lernen direkt zum Fußball", sagt Felix Bös aus Stessen. Er zählt zu den 1460 Jugendlichen, die in Jüchen eine weiterführende Schule besuchen.

Der Elfjährige geht - wie die meisten von ihnen - aufs Gymnasium. 790 Schüler werden dort unterrichtet, im Sommer haben 91 an der Schule Abitur gemacht. Einen Steinwurf vom Gymnasium entfernt lernen 249 Realschüler fürs Leben. Doch: Ihre Schule läuft aus, es kommen keine neuen Schüler mehr nach. Genauso wie an der Hauptschule in Hochneukirch, wo jetzt nur noch 26 Schüler unterrichtet werden. Wer nicht aufs Gymnasium geht, besucht heute die sogenannte Sekundarschule, die - das haben die Eltern entschieden - bald zu einer Gesamtschule werden soll. 395 Jugendliche gehen dort zur Schule.

Interessant: Laut Gemeindeverwaltung leben in Jüchen insgesamt 1843 Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren. Tendenziell sind es mehr Jungen als Mädchen. In ihrer Freizeit legen viele von ihnen genau wie Felix Bös großen Wert auf Sport. "Hier habe ich viele Freunde. Eigentlich zählen fast alle aus der Mannschaft dazu", erzählt auch Jason Jendgens (11) aus Waat, der ebenfalls in der D-Jugend des SV Bedburdyck-Gierath trainiert und seit vielen Jahren Spaß am Fußballspielen hat. Das Teamwork ist es, was die jungen Kicker antreibt. Das motiviert übrigens auch immer mehr Mädchen. Denn bei ihnen rücken seit einigen Jahren verstärkt Ballsportarten in den Fokus.

Was nach wie vor gut in der Gemeinde ankommt, sind regelmäßige und offene Jugendangebote - zum Beispiel die des Gemeindejugendrings. Der Verein ist so etwas wie der Dachverband aller Jugendverbände in Jüchen. "Unser Jugendtreff ,A3' an der Alleestraße zum Beispiel hat 24 Stunden pro Woche geöffnet. Das Angebot wird gut angenommen. Wir erreichen damit zwischen 60 und 70 Jugendliche, die regelmäßig zu uns kommen", erzählt Vorsitzender Stefan Bredt.

Das Steckenpferd des Gemeindejugendrings sind die seit zehn Jahren stattfindenden Jugendbegegnungen zwischen Schülern aus Jüchen und der Partnerstadt Leers in Frankreich. "Dabei sind jedes Jahr um die 40 Teilnehmer", berichtet Bredt. Ein Schwerpunkt sei der Sprachaustausch. Nächstes Mal soll es für Jüchener im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren übrigens in die Normandie gehen, während für den Besuch aus Frankreich ein Ausflug an die Ostseeküste geplant ist.

Was die Jugendkultur in der Gemeinde einst geprägt hat, heute aber gar nicht mehr zieht, ist die Musikszene. "Mir sind keine Schülerbands mehr bekannt. Die Schulen haben heute andere Schwerpunkte. Früher hat es zum Beispiel noch Rock-AGs gegeben", erzählt Bredt. Das letzte Konzert "Jüchen live" fand vor zwei Jahren statt.

Quelle: NGZ
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