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Jüchen
Sportvereine wollen Halle übernehmen

Jüchen: Sportvereine wollen Halle übernehmen
Die SG Bedburdyck/Gierath bietet bereits Kurse wie das Mutter-und-Kind-Turnen in der Dreifachturnhalle an. Jetzt will sie gemeinsam mit dem SV Bedburdyck die Halle übernehmen. FOTO: L. berns
Jüchen. Die Verwaltung steht mit der SG Gierath und dem SV Bedburdyck/Gierath vor einer Vertragsunterzeichnung: Die beiden Vereine wollen Träger der Dreifachhalle Bedburdyck/Gierath werden. Dadurch kann die Gemeinde sparen. Von Daniela Buchkamp

Seit fast zwei Jahren laufen die Gespräche zwischen der Verwaltung sowie den beiden Sportvereinen Sportgemeinschaft (SG) Rot-Weiß Gierath und Spielvereinigung (SV) Bedburdyck/Gierath: Die Sportler wollen die Trägerschaft über die 2013 erbaute Dreifachhalle übernehmen. Doch ein Ergebnis fehlt bisher. Jetzt hofft Bürgermeister Harald Zillikens, "noch in diesem Jahr einen Vertrag unterzeichnen zu können". Auch Heinz Kiefer, Vorsitzender der SG, ist zuversichtlich: "Wir haben uns nochmals ausgetauscht, sind uns grundsätzlich über die Übernahme einig."

Die Dreifachhalle gehört damit zu den letzten drei Sportstätten, die sich noch in der Trägerschaft der Gemeinde befinden. Für die Peter-Bamm-Halle in Hochneukirch und die Dreifachhalle am Schulzentrum Stadionstraße hat sich noch kein Verein gefunden. "Für die Halle, die ja auch in das Schulgebäude integriert ist, würde sich diese Lösung auch nicht anbieten", meint der Verwaltungs-Chef. Generell schätzt er die Übertragung der Hallen an die Sportvereine als Erfolgsmodell ein - für beide Seiten: "Die Gemeinde kann dadurch sparen, auch wenn sich der Effekt schwer beziffern lässt. Die Vereine können freier agieren", so der Verwaltungs-Chef. Die Verwaltung hat mit den Trägervereinen Verträge abgeschlossen, die die Aufgaben regeln. "Jeder Verein kann selbst entscheiden, was er übernehmen will - vom Rasenschnitt über die Reinigung", so der Bürgermeister.

Dass sich die Verhandlungen doch über so lange Zeit hingezogen haben, ist für Stefan Heckhausen, zweiter Vorsitzenden der SV, zwar "nicht glücklich, aber notwendig gewesen": "Die Gemeinde fordert auch Eigenleistung. Und da mussten wir als Verein schon überlegen, was wir leisten könnten." Die Gespräche mit der Verwaltung seien hart, aber auch fair gewesen. "Aber wir musste auch Nachteile für die Vereine vermeiden", betont Heckhausen. Generell ist er mit Heinz Kiefer einig, "dass auch die Vereine die Trägerschaft wollen". Denn dann könnten sie auch Einnahmen, etwa aus der Vermietung des Bistros, verbuchen. Jetzt wartet er auf einen "akzeptablen Vorschlag": "Dann steht von unserer Seite aus einer Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Wege."

Als positives Beispiel verweist Harald Zillikens auf die Zweifachhalle an der Stadionstraße, die der FSV Jüchen übernommen hat. "Die Zusammenarbeit mit den Sportlern ist toll", sagt der Bürgermeister. Der FSV brauchte einen neuen Trainingsort, nachdem das Jüchener Bürgerhaus für zwei neue Gruppen der Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" umgebaut worden war. Ebenso fehlte dem Jüchener Bürgerschützen- und Heimatverein ein Treffpunkt für Seniorenkaffee und Königsschießen. Mit der Übernahme könne der Verein über die Räume verfügen, diese auch vermieten. "Zurzeit planen die Sportler eine Theke im Außenbereich, pflastern dafür selbst", so Zillikens. Damit werde auch die Halle insgesamt attraktiver.

Quelle: NGZ
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