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Jüchen
Stiftung klagt über mangelndes Interesse

Jüchen. Die Jüchener Bürgerstiftung braucht mehr Geld. Derzeit beträgt ihr Kapital fast 54 000 Euro. Die annähernd drei Prozent Zinsen, die sie daraus erzielt, kann die Stiftung in Projekte und ihre Arbeit stecken. Diese Zahlen nannte die Stiftung anlässlich der Präsentation ihres Jahresberichtes für 2009. Von Holger Hintzen

Als Ziel gilt: Die Stiftung muss "auf eine breitere finanzielle Basis gestellt werden". Dazu, sagen Vorstand und Stiftungsrat, seien "alle Formen von Zustiftungen, Geld- und Zeitspenden benötigt und herzlich willkommen".

Die im Januar vorigen Jahres gegründete Stiftung will mit den Erträgen ihres Kapitals gemeinnützige Aktionen unterstützen und auf die Beine stellen. Laut Satzung darf sie aber kein Geld in Projekte stecken, die zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde Jüchen gehören. So engagierte sie sich beispielsweise beim großen Familienfest auf dem Dycker Feld und ermöglichte es einer jungen Musikerin aus Jüchen mit einem Zuschuss, an einer Reise mit der "Jungen Kammerphilharmonie NRW" nach China teilzunehmen.

Einen Grund für die bislang noch mauen finanziellen Zuwendungen an die Stiftung seitens der Jüchener hat die Stiftung auch ausgemacht: Das unterentwickelte Bewusstsein der Einwohner, Bürger der Gemeinde Jüchen zu sein. "Die Bürger fühlen sich eher den Ortschaften ihres Wohnortes inklusive der darin verfügbaren Vereine verbunden als der Gesamtgemeinde Jüchen", befinden die Stifter. Daher identifiziere sich auch kaum jemand mit einer Jüchener Bürgerstiftung.

Wichtiges Ziel für die nächste Zukunft soll es deshalb sein, die Stiftung bekannter zu machen.

Quelle: RP
 
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