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Jüchen
Tagebau-Autobahn nimmt Formen an

Jüchen: Tagebau-Autobahn nimmt Formen an
RWE Power ist für das nördliche A 44n-Teilstück zuständig. Nach dem Kies wird nun die erste Schotterschicht aufgebracht. FOTO: Klaus Görgen (RWE)
Jüchen. Wenn Bürgermeister Harald Zillikens für den 1. September zur Radtour über die neue Autobahn 44 einlädt, liegt schon die erste Asphaltschicht. Und für die B 59-Sanierung werden Gutachten für alle Häuser zur Beweissicherung eingeholt. Von Gundhild Tillmanns

Das große aktuelle Thema für Jüchen ist der Straßen- und Autobahnbau. Parallel wird nämlich zurzeit im Großraum Jüchen die A 46 in zwei Teilabschnitten ausgebaut, und die A 44n nimmt erste Formen an. Mitte/Ende Mai wird zudem mit der Komplettsanierung der Ortsdurchfahrt der B 59 begonnen. Dazu wird es laut Klaus Dahmen, Projektleiter bei Straßen NRW, in der nächsten Woche eine Besprechung mit der beauftragten Baufirma vor Ort geben.

Denn es sei geplant, alle Gebäude entlang der B 59 in Jüchen zunächst durch einen Gutachter im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens erfassen zu lassen. Dieses Vorgehen sei aus versicherungstechnischen Gründen bei solch großen Bauprojekten üblich und sinnvoll, sagt Dahmen. Es wird nicht nur auf der Fahrbahn gebaut, sondern es werden zugleich auch neue Kanalanschlüsse verlegt. "Die Hausbesitzer wissen noch nichts von dem Gutachten. Sie werden aber alle noch rechtzeitig informiert. Denn wir werden in Teilabschnitten vorgehen", kündigt Dahmen an. So sollen mit dem geplanten Baubeginn am Kreisverkehr Odenkirchener Straße in Höhe des Netto-Marktes dort zunächst nur etwa zehn Häuser begutachtet werden, die übrigen werden dann sukzessive folgen.

Sichtbare Fortschritte gibt es auch beim Bau der A 44n, wie RWE-Power-Sprecher Guido Steffen auf Nachfrage berichten kann. "Wir sind exakt im Zeitplan. Die Autobahn wird im Sommer 2018 fertig", prognostiziert Steffen. Das Kiesbett sei verfüllt, nun werde mit der Schotterauflage begonnen für das von RWE Power verantwortete drei Kilometer lange Teilstück. Anschließend sollen dann die Asphaltschichten aufgebracht werden. Bürgermeister Harald Zillikens möchte für seine Bürger-Radtour, die er alljährlich anbietet, dieses Teilstück der A 44n bereits am 1. September befahren. "Das wird auf jeden Fall möglich sein", sagt auch Klaus Dahmen, der neben seiner Projektbetreuung der B 59-Sanierung auch die regionalen Autobahnbaustellen des Straßen-Landesbetriebes mitbetreut. Denn die große Zahl an aktuellen Autobahn- und Straßenbaustellen im Großraum Jüchen bedarf einer exakt aufeinander abgestimmten Zeitplanung, um ein Chaos oder gar einen Verkehrsinfarkt auf den umliegenden Straßen zu vermeiden.

Die A 44n soll laut Dahmen im Juli 2018 in Fahrtrichtung Venlo und im September 2018 in Richtung Koblenz in Betrieb genommen werden. So soll dann auch der Anschluss im Bereich der A 61 zwischen den Autobahnkreuzen Jackerath und Wanlo erfolgen.

Dahmen geht davon aus, dass die A 46 zwischen Wanlo und Holz in den nächsten zwei Wochen mit einem neuen Deckbelag versehen wird. Parallel dazu wird auf der A 46 in Richtung Neuss weiter gearbeitet. Die Anschlussstelle Jüchen ist aber rechtzeitig vor Beginn des Ausbaus der B 59 wieder geöffnet worden. Zurzeit ist die Anschlussstelle Grevenbroich von der L 116 aus gesperrt. In Richtung Jüchen ist bereits eine Verkehrszunahme über die Grubenrandstraße zu beobachten, die parallel zur A 46 verläuft. Während der Sanierung der B 59 soll zwar der Umleitungsverkehr über Kelzenberg geführt werden. Die Grubenrandstraße wird dann aber wohl noch weiter belastet.

Quelle: NGZ
 
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