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Jüchen
Telekom verlegt Glasfaser in Jüchen

Jüchen. Ab dem 19. Dezember geht der Glasfaser-Ausbau der Telekom in Hochneukirch und Holz ans Netz. Insgesamt 4200 Haushalte können dann versorgt werden.

Die Kunden der deutschen Telekom können sich in Hochneukirch, Holz und weiteren Orten des Vorwahlbereiches 02164 auf das Ende des Glasfaser-Ausbaus freuen. Ab dem 19. Dezember soll das schnellere Internet für 4200 Haushalte ermöglicht werden.

Seit nun knapp vier Monaten laufen die Tiefbauarbeiten, insgesamt habe die Telekom zwölf Monate für die Arbeiten Zeit, sagte Sprecher Simon Pohlen. Der kommunale Ansprechpartner weist daraufhin, dass die Telekom nach Fertigstellung der Tiefbauarbeiten noch mit der Prüfung der Leitungen beschäftigt sein wird. Denn obwohl die Datengeschwindigkeit mit dem Austausch der Kupferadern auf Glasfaser auf 100 Megabit pro Sekunde im Download und 40 Megabit im Upload gestiegen ist, soll ab Mitte nächsten Jahres eine Geschwindigkeit von 250 Megabit beim Herunterladen ermöglicht werden. "Das passiert mit der sogenannten 'Supervectorringtechnik'", sagt Pohlen. Die Software befinde sich noch in der Entwicklungsphase und könne deswegen erst im kommenden Jahr nachgerüstet werden. Der Ausbau dafür erfordere aber keine Engriffe mehr in die Infrastruktur. Um einen Nutzen von der Technik zu haben, müssten die Kunden aktiv werden und sich bei der Telekom melden, sagt Pohlen: "Wenn nicht, passiert auch nichts."

Insgesamt 16 Straßenverteiler sind nun aufgerüstet und sollen die Ortsteile flächendeckend mit schnellem Internet versorgen. Im Vergleich zu anderen Gemeinden, habe es hierbei keine Probleme gegeben, sagt Bürgermeister Harald Zillikens. "Der Glasfaser-Ausbau ist eine positive Entwicklung für uns", meint der Bürgermeister, er selbst würde bereits sehnsüchtig auf den Start des Netzes warten.

Dass die Stromkästen nun um einiges größer sind, liege an der aktiven Technik, die sich nun im Gehäuse befindet, erklärt Pohlen. Zu den Kupferkabeln, welche die Haushalte mit dem Stromverteiler verbinden, ist im linken Teil der Kästen ein Glasfaseranschluss hinzugekommen. Ein Server sorgt dafür, dass die Lichtimpulse der Glasfaserkabel in elektromagnetische Impulse für die Kupferkabel umgewandelt werden. "Ziel der Telekom ist es, die Kunden mit einem Glasfaser-Anschluss direkt ins Haus zu versorgen", sagt Pohlen. Nun laufen die Kabel erstmal bis zu den Verteilern.

Nachdem die Telekom mit Netzstörungen in die Schlagzeilen geriet, musste auch Zillikens bemerken, dass "ohne W-lan nichts läuft", als Vater zwei studierender Töchter sei der Ausfall auch bei ihm spürbar gewesen. Technischer Leiter Ingo Siewert erklärte, dass ein bestimmter Routertyp vom Ausfall betroffen sei. Ursache war nach Experten-Einschätzung eine Cyber-Attacke.

(ebu)
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