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Jüchen
Triathlet macht Sport zum Beruf

Jüchen: Triathlet macht Sport zum Beruf
Zwei bis drei Mal täglich trainiert Robin Pesch für den Triathlon, zu dem die Disziplinen Schwimmen, Laufen und Radfahren gehören. Doch der Hochneukircher hat nun auch sein eigenes Unternehmen gegründet. FOTO: kVm
Jüchen. Robin Pesch (25) aus Hochneukirch hat schon zehn Langdistanz-Triathlons bestritten. Nach zwei Jahren in Australien hat er jetzt zudem ein Unternehmen für Veranstaltungsservice, Schwimm- und Radkurse sowie Workshops gegründet. Von Karin Verhoeven

Robin Pesch trainiert weiter, momentan bereitet sich der Triathlet auf den "Ironman Florids" am 4. November vor. Doch er hat auch andere Ziele, ist Unternehmer geworden. In Hochneukirch hat der 25-Jährige die Firma "Dreambig-Coaching" gegründet, mit der er Veranstaltungs-Service sowie Workshops, Schwimm-, Rad- und Laufkurse für Schulen, Unternehmen und Privatpersonen anbietet. "Triathlon ist mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen - man kann diese Energie in alle Lebensbereiche übertragen", sagt Pesch. Sein Wunsch ist es, die Freude an Bewegung ohne Leistungsdruck weiterzugeben und Betreuung zu bieten im Hinblick auf Gesundheitsförderung und Prävention.

Der 25-jährige Hochneukircher plante bereits den "Sommerlauf" im Rahmen des Sommerfestes im Schmölderpark als erste große Veranstaltung für seinen Heimatort. Dieses Event setzte er mit finanzieller Hilfe von Sponsoren und mit Manpower vieler helfender Freunde in die Tat um. Der Erfolg war so groß, dass es den "Sommerlauf" ein weiteres Mal geben soll.

Dem Triathlon bleibt der Hochneukircher aber treu. Zehn Langdistanz-Triathlons hat er bislang bestritten. Im Oktober 2015 erfüllte sich sein Traum - er startete beim berühmten "Ironman" auf Hawaii.

Neben dem "Ironman Florids" strebt er auch jetzt wieder die Hawaii-Qualifikation an, dafür "trainiere ich zwei bis drei Mal täglich". Erstmals startet der Hochneukircher nicht mehr bei den Junioren. Natürlich hat er in den Jahren seiner sportlichen Karriere gelegentlich herbe Niederlagen einstecken müssen - wie 2014, als er bei der Europameisterschaft in Frankfurt mit nur 24 Sekunden den zweiten Platz und somit die Qualifikation für das Ticket für den "Ironman" in Hawaii abgeben musste. Doch das entmutigte Pesch nicht, ein Jahr später realisierte er seinen Traum durch seinen Sieg in Crains (Australien).

Aufgeben gibt es nicht im Leben von Robin Pesch: "Wenn Plan A nicht aufgeht - keine Panik, denn es gibt noch 25 weitere Buchstaben im Alphabet." Dass seine Familie in jeder Weise zu ihm steht, gibt ihm natürlich starken Rückhalt. Die vergangenen zwei Jahre hat Robin Pesch in Australien gelebt, um dort effektiver trainieren zu können. "Meinen Lebensunterhalt habe ich mir als Barkeeper verdient oder mit dem Schneiden von Avocados und mit vielen anderen Jobs", erzählt er.

Eigentlich wollte Robin Pesch Profi-Fußballer werden, denn schon während seiner Ausbildung zum Elektroniker war er zur Überzeugung gekommen, dass Sport im Mittelpunkt seiner beruflichen Karriere stehen muss. Aber sein Sprunggelenk machte gelegentlich Probleme, da entschied er sich für Ausdauersport, für den Triathlon. "Ich bin froh, dass es in Hochneukirch das Schwimmbad und die DLRG gibt. So hatte ich beim Schwimmen und Laufen recht schnell Fortschritte gemacht. Beim Laufen musste ich mir den Erfolg härter erarbeiten", sagt er. Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2013 war für Robin Pesch ein vorläufiger Höhepunkt.

Zurzeit ist der Triathlet glücklich zu sehen, wie viel Freude Schulklassen bei Trainings haben, die er betreut. Oder Flüchtlinge, die er ehrenamtlich trainiert hat.

Quelle: NGZ
 
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