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Jüchen
Varius-Sportler bei den Special Olympics

Varius-Sportler bei den Special Olympics 2016 in Hannover
Die Badminton-Spieler beim letzten Training vor dem großen Sportereignis. Die Athleten aus Hemmerden treten bei den Special Olympics an. FOTO: Lothar Berns
Jüchen. Gestern wurden die Special Olympics in Hannover eröffnet. Unter den 4800 Athleten sind auch Teams der Werkstatt für Behinderte in Hemmerden. Sie haben sich ein Jahr lang auf das Sport-Ereignis vorbereitet - und hoffen auf Medaillen. Von Ursula Wolf-Reisdorf

Faire und spannende Wettkämpfe versprechen die Special Olympics, die gestern in Hannover gestartet sind. Unter den 4800 Athleten sind auch sechs Schwimmer und fünf Badmintonspieler der Varius-Werkstätten in Hemmerden. Rund ein Jahr lang haben sich die Sportler auf die Sommerspiele vorbereitet. Die Special Olympics stehen diesmal unter dem Motto "Gemeinsam stark".

Die Teams haben sich in der Turnhalle in Jüchen-Otzenrath fit für den Wettkampf gemacht. Zwei Trainer hatten am Freitag die Aufgaben, die Athleten beim letzten Training vor Beginn der Reise mental auf die Spiele einzustellen und ihre körperliche Verfassung zu testen. Carsten Freimuth, der im sozialen Dienst der Werkstätten tätig ist, und Gruppenleiter Hans-Georg Becker waren sehr zufrieden mit der Leistung und der Motivation der Sportler.

Nur Felix Santiago - mit 22 Jahren der Jüngste im Team - saß etwas traurig auf der Bank. "Magen-Darm", sagt er: "Bis Montag bin ich aber wieder fit." Jürgen Pilters (49) schlug sich im Training wacker gegen Hans-Georg Becker. Er war schon 2004 bei den Special Olympics in Hamburg dabei - genau wie Heike Lochmann, Simone Dolfen (40) und Gerhard Scholz (53).

"Damals lag die Badminton-Halle etwas außerhalb", erinnern sich die Sportler. "In Hannover ist das anders. Dort liegt sie mitten im Olympischen Dorf, so dass wir von den anderen Sportarten auch etwas mitbekommen", sagt Trainer Carsten Freimuth. Die Grevenbroicher werden im Einzel und im Mixed antreten. Trainiert wird nicht nur vor Wettkämpfen, sondern das ganze Jahr über - und zwar in den Sportarten Badminton, Fußball, Handball und Tennis.

Für die Teilnahme an den Special Olympics mussten die Athleten ein Auswahlverfahren durchlaufen. In Hannover werden sie in homogene Gruppen eingeteilt, so dass nur Sportler mit vergleichbaren Leistungen gegeneinander antreten. Je nach Leistungsvermögen und Alter werden Klassifizierungen vorgenommen, und je nach Sportart werden die Geschlechter getrennt.

Ganz unabhängig vom Abschneiden, meint Simone Dolfen, die seit 20 Jahren in der Werkstatt Badminton spielt: "Sport macht Spaß und hält jung". Ins Schwitzen kamen bei der Vorbereitung auch die Trainer. "Auch uns tut gut" meint Hans-Georg Becker, der mit seinen Varius-Kollegen den Sportlern aus Grevenbroich die Daumen drückt.

Quelle: NGZ
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