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Jüchen
Volle Stundenzahl in allen Gymnasialfächern

Jüchen. Monika Thouet, die neue Leiterin des Gymnasiums Jüchen, freut sich über drei zusätzliche Lehrer. Einer übernimmt die Integrationsklasse. Von Gundhild Tillmanns

Für das Gruppenbild mit der neuen Leiterin des Gymnasiums, Monika Thouet, will sich das Kollegium am 22. August "extra schön anziehen". Denn dann gibt es von einer Dezernentin der Bezirksregierung die offizielle Ernennungsurkunde für Thouet. Bereits seit einer Woche ist die 50-jährige neue Leiterin an Bord und kann sich schon über die Ankündigung zusätzlicher Lehrer durch die Bezirksregierung freuen. Drei neue Lehrer soll es zum Schuljahresstart am 24. August geben.

Einen zusätzlichen Lehrer mit den Fächern Deutsch und Sport, eine neue Lehrerin für Deutsch und Biologie sowie einen Vertretungslehrer für Elternschaftsurlaube mit den Fächern Geschichte und Religion erwartet das Gymnasium Jüchen. "Damit sind alle Fächer gut besetzt, alles kann, ohne Stundenausfall, voll erteilt werden", betont Thouet.

779 Schüler wird das Gymnasium im neuen Schuljahr haben, also durchschnittlich dreizügig und in der achten Klasse sogar vierzügig aufgestellt sein. Die neue Leiterin sagt aber sogar noch eine Steigerung voraus: Es kann sein, dass wir im nächsten Jahr mehr als 100 Eingangsschüler bekommen. Dann werden wir sogar vier fünfte Klassen bilden." Denn das Kinderpotenzial der Grundschulen gebe dies her - "und zwar, ohne damit in Konkurrenz zur Gesamtschule zu treten. Das wollen wir nämlich nicht", bekräftigt Thouet zum wiederholten Male.

Einen regelrechten Kooperationsvertrag mit der neuen Gesamtschule gibt es zwar noch nicht. (Solche Verträge werden in der Regel geschlossen, um Schülern einen Wechsel zwischen den Schultypen zu ermöglichen.) Sie sei aber im Austausch mit der kommissarischen Gesamtschulleiterin Susanne Schumacher über die Lerninhalte, berichtet Thouet.

Ab Montag werden dann auch die Anmeldungen für die neue internationale Integrationsklasse am Gymnasium angenommen. Zunächst war von 22 Kindern ausgegangen worden, nun seien aber nur neun ausländische Schüler vom Rhein-Kreis Neuss avisiert und weitere sieben bis acht aus der Gemeinde. Letztere haben in der früheren Sekundarschule schon etwas Deutsch gelernt. Bei den übrigen Flüchtlingskindern sollen die Aufnahmegespräche ab Montag Aufschlüsse über ihre Vorkenntnisse geben: "Es kann auch sein, dass Kinder kommen, die zum Beispiel nur die arabischen Schriftzeichen können und wir regelrecht mit der Alphabetisierung beginnen müssen", sagt Thouet.

Angst oder ein flaues Gefühl habe sie vor dieser Herausforderung aber nicht, bekräftigt die neue Leiterin des Gymnasiums: "Internationale Klassen gibt es an anderen Schulen schon ganz lange. Und sie funktionieren gut." So wird die Integrationsklasse den neuen Elternzeitvertretungslehrer als Klassenlehrer bekommen. Zusätzlich sollen Deutschlehrer Stunden in dieser Klasse mit etwa zwölf- bis 14-jährigen Flüchtlingskindern aus Iran, Irak, Syrien und Afghanistan geben.

Quelle: NGZ
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