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Jüchen
Warten auf Ortsdurchfahrt und Radwege

Jüchen: Warten auf Ortsdurchfahrt und Radwege
Tiefe Schlaglöcher säumen die Ortsdurchfahrt in Dürselen, die aber im Landesstraßenbauprogramm für 2018 bei den Prioritäten noch weiter zurückgestuft worden ist. FOTO: Gundhild Tillmanns
Jüchen. Die Sanierung der maroden Landstraße durch Dürselen ist auf der Prioritätenliste weiter nach hinten gerückt. Und für die beiden beantragten Radwege an Landstraßen gibt es gar keine Prioritäten. Trotzdem tut Jüchen viel für Radfahrer. Von Gundhild Tillmanns

Die Ortsdurchfahrt in Dürselen besteht aus einer geflickten Fahrbahndecke, deren Ränder an vielen Stellen aus tiefen Schlaglöchern bestehen. Eigentlich soll die Ortsdurchfahrt schon seit langem erneuert werden. Bereits im Jahr 2012 wurde sie in das Landesstraßenbauprogramm aufgenommen, damals an der 14. Stelle auf der Prioritätenliste. Mittlerweile steht sie allerdings auf Platz 17, obwohl der Planfeststellungsbeschluss unanfechtbar bestandskräftig ist. Die Landesregierung will zwar in diesem Jahr jeweils drei Millionen Euro für den Um- und Ausbau von Landstraßen sowie für den Bau von Radwegen an Landstraßen ausschütten.

Dürselen ist aber noch nicht mit am Zuge, obwohl diese Ortsdurchfahrt im Jahr 2013 schon mal auf Platz zwölf der Prioritätenliste vorgerückt war. Mit dem 17. Platz ist sie bislang am weitesten abgeschlagen. Vorgezogen werden nun Straßenbaumaßnahmen in Monheim und in Korschenbroich. An Baukosten sind für eine neue Landstraße durch Dürselen 701.000 Euro veranschlagt. Bei den für Jüchen geplanten Radwegen sieht es noch schlechter aus. Die Bezirksregierungen beziehungsweise. der Regionalrat haben für die Radwege zwischen Jüchen und Wey sowie zwischen Neuenhoven und Schloss Dyck keine Priorisierung und damit auch keinen Planungsbeginn vorgesehen. Die Baukosten sind allerdings für den Tag X der Realisierung auf 2,1 Millionen beziehungsweise auf 600.000 Euro bereits veranschlagt worden. Trotz dieser Negativmeldungen vom Land verfolgt Jüchen sein Konzept der Fußgänger- und Fahrrad freundlichen Kommune weiter. Es gibt zwar den Antrag, an der Dreifachsporthalle in Bedburdyck-Gierath Bügelparker und eine Überdachung für das Abstellen von Fahrrädern zu schaffen sowie eine Bordsteinabsenkung in Aldenhoven. Die Verwaltung schlägt dem Umwelt- und Verkehrsausschuss, der heute tagt, aber vor, die Überdachung des "Fahrradparkplatzes" abzulehnen. Die Bordsteinabsenkung in Aldenhoven befürwortet die Verwaltung jedoch. Bei allen neu geplanten Straßenbaumaßnahmen würden die Vorgaben der Barrierefreiheit eingehalten, betont die Verwaltung. Zudem würden bei konkreten Anlässen und bei Bürgeranträgen einzelne Maßnahmen durchgeführt.

Im Konzept der Fahrrad- und Fußgänger freundlichen Kommune sind bereits realisiert der Bau eines Bürgerradweges entlang der L116 zwischen Wey und Hoppers sowie die Markierung eines Schutzstreifens für Radfahrer auf der Fahrbahn an der B 59 Odenkirchener Straße zwischen Markt und Weyerstraße: Die Bilanz legt die Gemeinde heute dem Fachausschuss vor. Zudem hat die Verwaltung ein Dienstfahrrad (E-Bike) für Mitarbeiter angeschafft, das an der Ladesäule am Rathaus "aufgetankt" werden kann.

Im Rahmen der Neugestaltung des Adenauerplatzes sind an mehreren Stellen auf dem Platz, an der Zufahrt zum Festplatz sowie entlang der Hochstraße insgesamt 18 Radparkbügel eingeplant. Auch eine Ladestation für drei E-Bikes ist vorgesehen. Der Rat der Gemeinde Jüchen hat 2014 den Bau eines Radweges entlang der K 21 von Hochneukirch nach Wickrathberg beschlossen.

Im Rahmen einer interkommunalen Besprechung zum Projekt Zeelink im Jahr 2017 haben sich der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Mönchengladbach verständigt, die Errichtung eines Radweges entlang der K 21 auf der Nordseite zu prüfen. Für den Ausbau des Geh- und Radweges zwischen der Neuenhovener Straße und der L 116 ist Grunderwerb an drei privaten Grundstücken erforderlich. Sobald die Flächen gesichert sind, soll mit der Maßnahme begonnen werden, führt die Gemeindeverwaltung aus.

Quelle: NGZ
 
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