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Jüchen
Weihnachtspäckchen für arme Kinder

Jüchen: Weihnachtspäckchen für arme Kinder
Marina Kipp aus Hochneukirch möchte eine Sammelstelle für die Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton" aufmachen. Sie und ihre Familie spenden bereits seit sieben Jahren Päckchen für arme Kinder in der Dritten Welt. FOTO: Anja Tinter
Jüchen. Die 22-jährige Hochneukircherin Marina Kipp möchte für die Region eine Sammelstelle für die weltweite Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton" aufmachen. Sie engagiert sich schon seit Jahren für dieses Hilfsprogramm. Von Gundhild Tillmanns

Die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" ist Teil einer weltweiten Geschenkaktion für Kinder in Not: Seit einiger Zeit schicken Marina Kipp aus Hochneukirch und ihre Familie bereits jedes Jahr etwa 40 Weihnachtspäckchen zu Kindern aus armen Familien in der Dritten Welt. Ihr bislang auf Freunde und Familienangehörige begrenztes Engagement möchte die 22-Jährige jetzt auf eine breitere Basis stellen: Sie möchte in Hochneukirch eine Sammelstelle für die Weihnachtspäckchen einrichten.

Seit 1993 sind über die Organisation "Weihnachten im Schuhkarton", die mit Spendengeldern auch zahlreiche Hilfsprojekte unterstützt, bereits mehr als 146 Millionen Kinder in rund 150 Ländern erreicht worden. Einen beachtlichen Teil haben Marina Kipp und ihre Familie seit nunmehr sieben Jahren zu dieser Aktion beigetragen. Ihr Onkel, der in Rheinland-Pfalz lebt und dort eine Sammelstelle für die Aktion betreibt, hatte bislang immer die Päckchen auf umständliche Weise in Hochneukirch abgeholt. Oder Familienmitglieder hatten die Geschenke nach Rheinland-Pfalz geschafft.

"Hier in der Region fehlen einfach Sammelstellen. Dabei könnte man noch viel mehr Gutes tun, wenn es hier eine Sammelstelle gäbe", hat Marina Kipp überlegt, die deshalb jetzt zur Tat schreiten will. Genug Platz sei bei ihr zu Hause vorhanden für eine Sammelstelle, sagt sie. Und durch ihre jahrelange Erfahrung mit der Hilfsorganisation können sie den Spendern auch gute Tipps geben, was sie am besten in die Päckchen hineinstecken sollten: "Ein Kuscheltier sollte auf jeden Fall mit dabei sein", rät sie potenziellen Neuspendern. Ob Wäsche, Hygieneartikel wie Zahnbürsten, Süßigkeiten, vielleicht Stifte und Hefte, auch Nützliches sei willkommen. "Aber ein Kuscheltier bereitet gerade den Kindern, deren Eltern kein Geld für Spielzeuge haben, ganz besondere Freude", hat Marina Kipp erfahren. Denn manchmal gebe es auch Dankesbriefe oder auch mal ein Video von den Beschenkten, freut sie sich. Sozial engagiert hat sich die Hochneukircherin auch schon, bevor sie bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" mitmachte. Die junge Frau ist heute als Raumausstatterin tätig und hat während ihrer Schulzeit an der Realschule Jüchen auch einige Sozialprojekte mitbetreut. Sie sei sie zum Beispiel Busbegleiterin und Streitschlichterin gewesen, berichtet die 22-Jährige. "Aber jetzt ist mir eine Herzensangelegenheit, dass möglichst vielen Kindern in armen Ländern mit den Weinachtspäckchen eine Freude bereitet wird", sagt Marina Kipp. Gesammelt werden die gepackten Geschenkpäckchen von Kipp genauso wie von der Gesamtorganisation weltweit immer von Anfang Oktober bis zum 16. November.

Dabei sollten die Weihnachtspäckchen beschriftet werden, ob der Inhalt für ein Mädchen oder einen Jungen bestimmt ist. Auch sollten die Geschenke so ausgewählt werden, dass sie für die Altersgruppen der Zwei- bis Vierjährigen, der Sechs- bis Achtjährigen oder der Zehn- bis Zwölfjährigen geeignet sind.

Quelle: NGZ
 
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