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Jüchen
Weniger Besucher beim Schlossfrühling

Jüchen: Weniger Besucher beim Schlossfrühling
Der Schlossfrühling auf Schloss Dyck lockt jedes Jahr tausende Besucher an. Aussteller präsentieren dort alles, was schön ist. FOTO: L. Berns
Jüchen. Bei 150 Händlern gab es auf Schloss Dyck jede Menge Schönes, Kulinarisches und Kunsthandwerkliches zu entdecken. Allein das stürmische Wetter trübte die gute Stimmung. Zehn Stände mussten vorzeitig schließen. Von Rudolf Barnholt

Egal, ob Schwiegermuttertisch oder das Kraut gegen Dummheit: Beim 4. Schlossfrühling auf Schloss Dyck gab es jede Menge Außergewöhnliches, Schönes, Begehrenswertes, Dekoratives, Kulinarisches und Kunsthandwerkliches zu entdecken. Und das Wetter hätte durchaus schlechter sein können.

Marion van der Sant aus Emmerich zeigte florale Installationen mit "eingebautem" Augenzwinkern. Sie wirbt damit für ihre Seminare, in denen sie vermittelt, aus dem lokal Vorhandenen etwas Schönes zu machen. Der extrem giftige Fingerhut als Motiv auf dem Porzellan an einem Tisch, der das Flair von vorgestern verströmte: "Fehlt eigentlich nur noch der Tosca-Geruch", sagte van der Sant zu ihrem "Schwiegermuttertisch".

Christian Birner war aus dem oberbayerischen Oberaudorf angereist - er verkaufte unter anderem das aus vielen Kräutern komponierte "Kraut gegen Dummheit". Die Jahresringe eines Baumes betonte die Korschenbroicher Holzkünstlerin Sonja Kreutzer bei ihren jüngsten Exponaten - sie hatte in den alten Stallungen einen regen- und windgeschützten Platz ergattert. Direkt nebenan bot Nicola Tigges aus Wuppertal Basics für die modebegeisterte Frau in den Farben Schwarz, Weiß, Grau und Beige an: "Alles selbst entworfen und in Wuppertal genäht", erfuhren die Interessentinnen.

Bunt ging es zu am Stand von Ingrid Wieland aus Moers: "Ich habe hier mittlerweile meine Stammkundschaft", freute sich die Anbieterin von original französischer Tischwäsche. Einen Hauch von Romantik verströmt die Fotokunst, die Hilla Baecker aus Korschenbroich in der Orangerie präsentierte. Jörg Schröder aus Grevenbroich zeigte stolze Stahl- und Bronzeskulpturen für den Garten. Es ging zum Teil recht stürmisch zu auf dem Schlossfrühling.

Monika Kempf und Michael Schaefer aus Titz verkauften nicht nur Socken aus Alpaka-Wolle, sondern auch lebende Alpakas. "Die haben so schöne Gesichter", stellte eine Besucherin fest. "Wir verkaufen diese Tiere ab 1000 Euro", erklärte Monika Kempf und fügte hinzu: "Sie spucken zwar hauptsächlich ihre Artgenossen an, manchmal aber auch Menschen." Schräg gegenüber bei Heike Kranenberg aus dem oberbergischen Reichshof lockten eine Blockhütte für den Garten und ein "Waldsofa", eine Art Loungesessel aus Fichtenholz, zahlreiche Besucher an. Keine Frage: Der Schlossfrühling war wieder ein Erlebnis, obwohl es so frühlingshaft leider noch nicht war.

Nach 130 Ständen im vergangenen Jahr, konnten jetzt 150 Händler und Handwerker "verpflichtet" werden. Wegen des Sturms mussten allerdings zehn Stände vorzeitig abgebaut werden. Jens Spanjer vom Vorstand der Stiftung Schloss Dyck war mit den Besucherzahlen angesichts des durchwachsnen Wetters trotzdem zufrieden: 10.500 Gäste kamen, im vergangenen Jahr waren es rund 12.000.

Quelle: NGZ
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