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Jüchen
Winterdienst ab 3 Uhr früh in vollem Einsatz

Jüchen: Winterdienst ab 3 Uhr früh in vollem Einsatz
Die Salzlager sind noch voll in Jüchen. Erst seit Freitag muss wegen der Minusgrade jeden Morgen Salz gestreut werden. FOTO: Anja Tinter
Jüchen. Bei den Minustemperaturen werden jetzt die Straßen in Jüchen und den Ortschaften mit Salz bearbeitet. Auch Bürger müssen streuen. Von Gundhild Tillmanns

Kurze Nächte haben jetzt die Männer vom Bauhof und insbesondere der Streckenkontrolleur. Der fährt seit Einsetzen der Minustemperaturen jeden Morgen zwischen drei und 3.30 Uhr die neuralgischen Punkte in der Gemeinde ab, die als besonders glätteempfindlich und gefährlich bekannt sind. Dazu gehört beispielsweise in Gierath die Neuenhover Straße zur Landstraße 116 hin. Seit Freitag kommt täglich das Kommando der Streckenkontrolle an den Bauhof: "Ausrücken!"

Ab vier Uhr sitzen dann die Männer vom Bauhof "auf dem Bock" und streuen Salz, damit der Berufs- und Schulverkehr sowie alle anderen motorisierten Jüchener auch in der Frühe sicher an ihre Ziele gelangen. Bis sieben Uhr müssen die jeweils zwei Mitarbeiter pro Streufahrzeug alle Gemeindestraßen gestreut, oder bei Schnee auch geräumt haben. Jedes der beiden Streufahrzeuge - vier sind es, wenn auch Schnee geräumt werden muss - hat dann 25 Kilometer Gemeindestraßen abgefahren. "An den Wochenenden gelten andere Zeiten, auch bei der Räumpflicht für die Bürger. Dann muss bis neun Uhr gestreut oder geräumt sein", informiert der Technische Dezernent der Gemeinde, Oswald Duda. Die Gemeinde Jüchen lässt übrigens so gut wie kein Granulat streuen, sondern verwendet das nicht nur wirksamere, sondern auch leichter zu beseitigende Streusalz: "Granulat setzt sich unter die Schuhe und zerkratzt die Böden", begründet der Dezernent diese Entscheidung.

Streusalz sei übrigens noch mehr als genug vorhanden, berichtet er. Denn eigentlich sei bis auf diese Tage zuvor nur einmal kurz gestreut worden: "Wir haben in einem Lager noch 250 Tonnen und in einem weiteren noch 220 Tonnen Streusalz", bilanziert der Dezernent. Nur etwa zehn bis 20 Tonnen sei bis dato verbraucht worden.

Und Schneeräumen, das kam bisher auch noch nicht vor - in diesem sogenannten Winter. Sollte es aber doch noch plötzlich und viel schneien, dann wäre der Bauhof gerüstet: "Wir haben zwei Fahrzeuge, die können wir sofort mit einem Schneeschieber ausrüsten. Und dann hätten wir sofort vier Fahrzeuge zum Räumen am Start", versichert Duda. Aber bei den grade mal ein bis zwei Zentimetern Schnee, der bisher punktuell gefallen sei, hätte sich das Räumen nicht gelohnt.

Der Technische Dezernent verdeutlicht aber auch: "Wir sind natürlich bei der Streu- und Räumpflicht nur für die Gemeindestraßen zuständig, nicht für die Kreis-, Land - und Bundesstraßen." Da sei vor allem Straßen.NRW am Zuge: "Aber bei Straßen.NRW haben die Autobahnen immer Priorität. Erst wenn die fertig geräumt sind, kommen die anderen Straßen an die Reihe", bemerkt Duda. Im Gegensatz zu Straßen.NRW gebe es für die Gemeinde Jüchen keine Priorisierung für den Winterdienst: "Wir fangen in Jüchen an, weil da auch der Bauhof steht. Die übrigen Ortschaften werden dann vom Winterdienst, so wie sie am Weg liegen, eine nach der anderen abgearbeitet."

Quelle: NGZ
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