| 00.00 Uhr

Haarspende in Kaarst
24-Jähriger spendet seine Pracht für eine Perücke

Haarspende in Kaarst: 24-Jähriger spendet seine Pracht für eine Perücke
Ritsch-ratsch - Haare ab. Fabian Wiesner und Friseur Pino. FOTO: Diomedus
Kaarst. Blut spenden ist bekannt. Aber Haare? Genau das hat Fabian Wiesner jetzt getan. Der 24-Jährige ließ im Salon "Linea Piu" seine Haarpracht abschneiden - und spendet sie für eine Echthaarperücke für krebskranke Kinder.

Ich habe über das Internet von der Möglichkeit dieser Spende erfahren und wusste sofort, das mache ich", erzählt der Auszubildende der Elektrotechnik. Zwei Jahre lang wuchsen seine Haare ungehindert, höchstens die Spitzen wurden mal angeglichen. In den vergangenen 365 Tagen blieben die Haare aber unangetastet.

Friseurmeister Guiseppe Diomedus, Inhaber des Salons und besser bekannt als Pino, unterstützte und begleitete das Vorhaben. Er kennt Fabian Wiesner von Kindheit an und war sofort von der Idee der Haarspende begeistert. Und Wiesner sorgte dafür, dass seine Haarpracht eine hervorragende Spende wurde: Alle zwei Tage benutzte er eine Pflegespülung. "Das war schon etwas nervig", gibt er zu. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen - schließlich griff Pino zur Schere und schnitt zunächst sorgfältig 25 Zentimeter lange Zöpfe ab.

Anschließend brachte er die Frisur per Rasierer in Form. Ein völlig anderer Mensch schien Fabian Wiesner im Spiegel entgegenzublicken. "Ich bin gespannt, wer mich noch erkennt", meint der Kaarster schmunzelnd. Zwar fühle er sich erleichtert, spüre aber auch sofort die Kälte am Kopf. Pino freut sich über das Ergebnis: Das Warten habe sich gelohnt. Er wird die "alten Zöpfe" jetzt weiterleiten. "Der Haarschnitt ist natürlich kostenlos", sagt der seit zwanzig Jahren tätige Haarspezialist.

(keld)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Haarspende in Kaarst: 24-Jähriger spendet seine Pracht für eine Perücke


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.