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Kaarst
270 Abfallkörbe in Kaarst - das macht 20.800 Leerungen im Jahr

Kaarst. Gibt es in Kaarst genügend Abfallkörbe? Warum wird das Gros dieser Behälter von einer Firma geleert, die Abfallkörbe auf den Kinderspielplätzen aber von Bauhof-Mitarbeitern?

Und warum nehmen Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Bestückung der Dog-Stations mit Plastiktüten vor? Fragen über Fragen im Bau- und Umweltausschuss. Die Verwaltung hatte dafür plädiert, keine weiteren Abfallkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Die CDU und andere Fraktionen sehen das anders. Jetzt soll geprüft werden, ob es nicht wenig genutzte Abfallbehälter gibt, die woanders aufgestellt werden könnten.

Tiefbauamtsleiter Jan Opial konnte viele der Fragen beantworten: "Die Kinderspielplatzkolonne geht ohnehin jede Woche auf die Spielplätze, um die Spielgeräte zu überprüfen. Bei der Gelegenheit entleeren sie auch die Papierkörbe." Zu den Dog-Stations erklärte Opial folgendes: "Es mag auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sein, warum sie durch das Ordnungsamt befüllt und durch den Tiefbaubereich geleert werden." Aber: "Der Ordnungsamts-Außendienst ist sowieso ständig im Stadtgebiet unterwegs. Und der Spender mit den Tüten ist oft leer, es konnte noch niemand auf frischer Tat beim Diebstahl der Tüten ertappt werden."

Die Verwaltung, die sich gegen weitere Abfallkörbe ausgesprochen hatte, machte folgende Rechnung auf: Im Stadtgebiet sind derzeit 256 Mülleimer und 29 Dog-Stations aufgestellt. 72 der Müllgefäße werden dreimal wöchentlich geleert, 184 einmal pro Woche. Somit werden wöchentlich exakt 400 Leerungen durchgeführt, das sind im Jahr 20.800. Der Preis für jede Leerung beträgt 3,33 Euro.

Hans-Georg Schröder (CDU) regte an, entweder alle Leistungen durch die Stadt oder durch eine Firma erledigen zu lassen. Opial hat ausgerechnet, dass eine komplette Abfallkörbe-Leerung durch städtische Mitarbeiter eine Kostensteigerung von 17 Prozent bedeuten würde. Wobei er einräumt, dass zurzeit eine Ausschreibung laufe und ohnehin mit Kostensteigerungen zu rechnen sei. Heinrich Hannen (Grüne) regte an, einen Bauhofmitarbeiter mit einem Lastenfahrrad loszuschicken, die Abfallkörbe zu leeren. Anja Weingram (SPD) machte folgenden Vorschlag: "Tüten für Hundekot sollte es auch dort geben, wo es die gelben Tüten gibt. Dann müssten Hundebesitzer nicht unbedingt eine der Dog-Stationen ansteuern." Reimer Schubert (CDU) beklagte, dass immer noch zu viele Bürger Abfall achtlos wegwerfen: "An den Ortseingängen müssten Hinweisschilder platziert werden mit dem Appell, die Stadt sauber zu halten."

(barni)
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