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Kaarst
Ärger um Parkplätze am neuen Supermarkt

Kaarst: Ärger um Parkplätze am neuen Supermarkt
Zwei Anwohner-Klagen beschäftigen derweil noch die Gerichte. Am Bauzaun hängen Protest-Schilder. FOTO: fk (2), Broer (1)
Kaarst. Das Supermarktgebäude auf dem Berliner Platz nimmt Gestalt an. "Der Rohbau ist - bis auf die Decke - fast fertig", verkündete Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst. Im September soll der Rewe-Markt eröffnen. Von Bärbel Broer

Unter dem Motto "Sie fragen - wir antworten" hatte der CDU-Ortsverband Büttgen zu einer Informationsveranstaltung im Freien eingeladen. Trotz Dauerregens waren etwa 30 Interessierte erschienen. Der Frischemarkt, der die Politik seit Jahren beschäftigt und dessen Standortfrage bis zuletzt kontrovers diskutiert wurde, interessiert offenbar nach wie vor viele Büttgener.

Vor allem zur künftigen Parkplatzsituation hatte Burkhart viele Fragen zu beantworten. Der neue Parkplatz mit seinen 61 Stellplätzen ist bereits fertig. "Sobald der Markt seinen Betrieb aufnimmt, wird der Parkplatz bewirtschaftet", erklärte Burkhart anhand der Baupläne. Das bedeutet: "Wer länger als zwei Stunden dort parkt, muss damit rechnen, ein Knöllchen zu bekommen", warnte sie. "Langzeitparken ist dann nicht mehr." Das gelte sowohl für die Anwohner als auch für die Mitarbeiter des Rathauses. Auf Einwände von Bürgern, die sich Sorgen um die künftige Parkplatzsituation machen, antwortete sie resolut: "Anwohner haben kein automatisches Recht auf Stellplätze." Während einige Besucher befürchteten, sich künftig Parkplätze "hinten an der Bahn" suchen zu müssen, meinten andere, sie hätten noch nie Probleme gehabt, Parkplätze zu finden.

Beim Ortstermin der CDU trafen sich Thomas Schröder, Reimer Schubert, Claudia Demuth, Dilek Haupt, Carl-Wilhelm Bienefeld, Sigrid Burkhart, Petra Indenhuck, und Ulrich Orlinski (v.l.n.r.).

Weitere Aufgabe während der Fertigstellung des neuen Frischemarktes werde sein, "wie wir die Durchgänge so attraktiv gestalten können, dass die Leute nicht nur im Markt einkaufen und dann wieder weg sind", sagte Carl-Wilhelm Bienefeld, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands. Burkhart erklärte, dass geplant sei, die Durchgänge freundlicher zu gestalten. "Beleuchtung, Decken und Platten sind nicht auf dem neuesten Stand", sagte sie. Aber die Herausforderung werde sein, mit den Eigentümer-Gemeinschaften entsprechende Gespräche zu führen. Denn Politik und Verwaltung hoffen, dass der Markt als "Frequenzbringer" auch Käufer in die Fußgängerzone lockt. Bei den Planungen habe man sich viele Gedanken darüber gemacht, wie die Fassade funktionieren könne, sagte Burkhart. "Großflächige Verglasungen" lautet die Lösung. Kunden werden den Supermarkt von der Seite des neuen Parkplatzes über einen Vorplatz betreten.

Der rückwärtige Bereich an der Bachstraße - die sogenannte Versorgungszone - werde komplett eingehaust. Ein Besucher, der dort "tote, große Ecken" befürchtet, erfuhr von Burkhart: "Das ist nicht korrekt. Nach Süden hin wird eine Lärmschutzwand für die Anwohner gebaut." Diese Information sorgte für weitere Nachfragen. Burkhart dazu: Auch wenn etwa die Kühlaggregate eingehaust seien, gebe es entsprechende Lärmschutzbestimmungen. Obwohl der Bau gut voranschreitet, sind offenbar nach wie vor zwei Klagen gegen das Projekt "Berliner Platz" anhängig. Als Burkhart dazu erneut gefragt wurde, antwortete sie: "Wir sind in Gesprächen. Zum Inhalt werde ich keine Stellungnahme abgeben."

Quelle: NGZ
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