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Kaarst
Ärger vor Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes

Kaarst. Der Kunstrasenplatz am Kaarster See wird in den kommenden Tagen fertiggestellt. In die Vorfreude der Fußballer mischt sich aber auch große Verärgerung. Die Einweihung war für Mitte November vergangenen Jahres vorgesehen, worauf die SG Kaarst auch gesetzt hatte. Von Stefan Reinelt

Immerhin beteiligt sich der Verein mit 127 500 Euro an den Gesamtkosten. Doch die Fertigstellung hat sich bis zum heutigen Tage verzögert.

"Wir fühlen uns nicht ernst genommen durch den Verzug der Maßnahme", so SG-Vorsitzender Leo Erdtmann in einer Stellungnahme in der letzten Sitzung des Sportausschusses. Er kritisierte dabei insbesondere die mangelnde Informationspolitik über den zwischenzeitlichen Stopp der Arbeiten. Die witterungsbedingte Verzögerung hätte seiner Ansicht nach durch einen pünktlichen Baubeginn Mitte August vermieden werden können. Die Arbeiten begannen allerdings erst zwei Wochen später am 1. September.

Der Umbau des früheren Ascheplatzes und des Kleinspielfelds zum Kunstrasen sowie die Anlage neuer Fluchtlichter kosten rund eine Million Euro. Die SG Kaarst hatte für ihre finanzielle Beteiligung die Mitgliedsbeiträge der Fußballer zweckgebunden erhöht und einen Kredit aufgenommen. Der eigens gegründete Förderverein hat über Sponsoren rund 50 000 Euro dazu beigesteuert. Drei Firmen, so heißt es, hätten ihre Gelder für dieses Jahr zurückgezogen, weil ihre Werbung nicht stehen konnte. Kompensationsansprüche an die Stadt stehen darum jetzt im Raum.

Darüber konnte sich der Erste Beigeordnete Sebastian Semmler im Sportausschuss nicht endgültig äußern, er übernahm aber im Namen der Verwaltung die Verantwortung für die Kommunikationsfehler. "Es hätte von unserer Seite besser laufen können und wir werden den Vorstand der SG Kaarst vor jeder Kritik in Schutz nehmen", sagte er. Wer die Bedeutung des Zeitfensters nicht verinnerlicht habe, so Semmler, hätte auch die daraus resultierenden Probleme nicht erkannt. Die Verwaltung werde sich nun mit dem Verein zusammensetzen, um über ein "Zeichen des Entgegenkommens" zu sprechen.

Quelle: NGZ
 
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